Scheibenwaschanlage eingefroren im Winter

Eingefrorene Scheibenwischer – eigenes Foto

Gerade im Winter ist es schwierig, die Scheibenwaschanlage in Gang zu halten. Vor allem die Sprühdüsen frieren besonders leicht ein. Und wer nicht aufpasst, dem gefriert sogar das Scheibenwasser. Abhilfe bringt vor allem Frostschutzmittel: Einfach den Tank der Waschanlage damit auffüllen und eine gewisse Zeit mit dem Auto herumfahren. Die Motorwärme sorgt ganz von alleine dafür, dass das Eis langsam taut. Dem Tauprozess mit heißem Wasser nachzuhelfen, ist dagegen nicht zu empfehlen, weil dies die Leitungen beschädigen kann.

Gefährlicher Spiritus

Das Frostschutzmittel sollte man am besten nicht selbst herstellen. Gelegentlich liest man den „Tipp“, das Wasser mit einem Drittel Spiritus anmischen. Dieser große Anteil Spiritus ist aber problematisch, da die Substanz leicht brennbar ist und das Gummi der Autodichtungen angreifen kann. Außerdem verdunstet ein großer Teil des Spiritus, sobald er aus der Sprühdüse austritt. Die Wirksamkeit ist daher herabgesetzt.

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Unter dem Strich sind Fertigprodukte für die Scheibenwaschanlage im Winter deutlich effizienter und sicherer. Im Sommer ist es dagegen grundsätzlich möglich, eine eigene Reinigungsmischung mit einem Schuss Brennspiritus (nicht mehr) anzufertigen. Nachteile des Spiritus sind aber auch dann, dass er einen penetranten Geruch verströmt und Schlieren auf der Scheibe hinterlassen kann.

Auf ausreichenden Frostschutz achten

Der winterliche Frostschutz sollte mindestens bis minus 20 Grad reichen. Für eine Autoreise in den Winterurlaub sind sogar noch niedrigere Werte sinnvoll. Bei schneller Fahrt auf der Autobahn werden die Düsen nämlich deutlich kälter als die Umgebungstemperatur bei Windstille. Besonders in Skandinavien und im Alpenraum sind zweistellige Minuswerte schnell erreicht. Im Zweifel sollte man das Frostschutzmittel unverdünnt einfüllen.

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