Enteisen und Schnee entfernen

Eingeschneite Autos - © Bernd Sterzl / Pixelio.de

Eingeschneite Autos – © Bernd Sterzl / Pixelio.de

Im Winter kostet es manchmal einige Zeit und Nerven, bis das Auto endlich startklar ist. Wohl jeder kennt die böse Überraschung, wenn es nachts geschneit oder gefroren hat und die Scheiben „dicht“ sind. Lesen Sie hier, wie Sie den Wagen am besten wieder flott kriegen – und was Sie unbedingt vermeiden sollten.

Schnee vollständig beseitigen

Gehen Sie bei der Schneeräumung stets gründlich vor – für Ihre Sicherheit sollte es auf fünf Minuten nicht ankommen. Denken Sie dabei auch an Scheinwerfer, Blinker und Außenspiegel, damit Sie gute Sicht haben und ebenfalls gut gesehen werden.

Entfernen Sie unbedingt auch alle Schneemassen, die während der Fahrt herabwehen könnten, zum Beispiel vom Autodach. Sollte es zu einem Unfall kommen, droht Ihnen eine Teilschuld, wenn Ihre eigene Sicht eingeschränkt war oder andere Verkehrsteilnehmer von rutschendem Schnee behindert wurden.

Effektiv enteisen

Die klassische Methode der Eisentfernung ist das Kratzen. Das funktioniert so lange recht zuverlässig, wie die Eisschicht noch dünn ist. Eine Arbeitserleichterung bringt, wenn man zunächst mit der geriffelten Seite eines Eiskratzer Furchen ins Eis zieht. So aufgeraut, lässt sich der Rest leichter entfernen. Allerdings besteht immer die Gefahr, dass die Schreiben kleine Kratzer zurückbehalten.

Schonender, aber auch teurer, kommen Sie mit einem Enteiserspray zum Ziel. Das Spray enthält Alkohol, der sich mit den Wassermolekülen im Eis verbindet, eine chemische Reaktion hervorruft und so das Eis zum Schmelzen bringt. Das Verfahren wirkt bis etwa 10 Grad minus.

Immer wieder diskutiert wird die Frage, ob man einfach warmes Wasser auf die Scheiben schütten solle. Grundsätzlich besteht dabei die Gefahr von hohen Materialspannungen, die das Glas zerspringen lassen. Die Gefahr ist umso größer, je höher der Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Scheibe ist. Wenn Sie also diese Methode anwenden, dann bitte nur mit warmem und nicht mit heißem Wasser. Eine kleine Zugabe von Kochsalz erhöht die auflösende Wirkung.

Richtig vorbeugen

Sollten Sie das Auto nicht täglich brauchen, kann es sich lohnen, auch zwischendurch Schnee zu räumen. Denn schwanken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, schmilzt immer wieder ein Teil des Schnees und gefriert später als Eis. Passiert das mehrmals hintereinander, haben Sie unter der Schneeauflage auf den Scheiben einen dicken Eispanzer, der viel Mühe bereitet.

Eine relativ gute Vorbeugung gegen Eisbildung ist eine Plastikfolie, zum Beispiel ein Müllsack, der eng auf die Windschutzscheibe gespannt wird. Weniger geeignet ist eine Pappe, da das Material leicht durchfeuchten und anschließend festfrieren kann.