Rechtsschutz-Versicherung für Autofahrer

Teures Urteil - © Thorben Wengert / Pixelio.de

Teures Urteil – © Thorben Wengert / Pixelio.de

Ein Autounfall kann alle Beteiligten teuer zu stehen kommen – und das nicht nur wegen des Blechschadens. Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, können schnell fünfstellige Eurobeträge fällig werden. Hier springt eine Kfz-Rechtsschutzversicherung ein – und das sogar im Ausland.

Die gerichtlichen Kosten setzen sich aus vielen Einzelbeträgen zusammen, die der Laie kaum kalkulieren kann: Nicht nur die Verfahrenskosten des Gerichts schröpfen den Geldbeutel, auch Rechtsanwälte, Sachverständige und Zeugen bekommen ein Honorar. Unter Umständen muss der Kläger bzw. die „Gegenseite“ entschädigt werden. Bei Verfahren im Ausland kommt oft hinzu, dass wichtige Schriftstücke übersetzt werden müssen und sich der deutsche Unfallbeteiligte an den Gerichtsort bemühen muss.

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Das sollte eine Rechtsschutzversicherung leisten

Üblicherweise ist eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung dem Leistungspaket einer Autoversicherung zugeordnet. Sie ist also eine kostenpflichtige Zusatzleistung.

Der Rechtsschutz gilt bei manchen Policen nur für das eigene Auto, bei anderen Verträgen ist der Verkehrsteilnehmer als Ganzes (also auch als Mietwagenfahrer oder als Fußgänger) abgesichert. Der Schutz bezieht sich im Normalfall sowohl auf Unfallfolgen als auch auf Streitigkeiten rund um einen Autokauf, aber NICHT auf Widerspruchsverfahren bei Verkehrsdelikten (zum Beispiel bei Park-Knöllchen).

Je nach Vertragsgestaltung ist ein geringer Selbstbehalt vorgesehen, der somit Bagatellverfahren ausschließt. Außerdem wissenswert: Die Rechtsschutzversicherung tritt auch bei so genannten Schlichtungsverfahren ein. Diese vergleichsweise kostengünstigen Mediationen sollen eine außergerichtliche Lösung von Streitfällen ermöglichen.

Ist das wirklich notwendig?

Die meisten Experten empfehlen den Abschluss einer Kfz-Rechtsschutzversicherung, da gerade im Verkehrsrecht enorme Streitwerte zustande kommen können. Die Zeitschrift Focus empfiehlt ihren Lesern einen Verkehrsrechtsschutz, lehnt aber einen allgemeinen Rechtsschutz, der alle Lebensbereiche umfasst, als zu teuer und überflüssig ab.

Zum Abschluss noch eine mahnende Zahl: Etwa 150.000 deutsche Autofahrer sind jedes Jahr im Ausland in einen Unfall verwickelt. In vielen Fällen hält sich der Schaden in Grenzen – aber allzu häufig entwickelt sich ein ernsthafter Streitfall, der durch die Sprachbarriere noch erschwert wird. Eine gute Unterstützung bietet unter anderem der Zentralruf der Autoversicherer. Mehr Infos hier.

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