Anhänger mieten
Mietanhänger auf einem Parkplatz

Manchmal ist das eigene Auto einfach nicht groß genug. Wenn das Möbelstück nicht aufs Dach passt (natürlich nicht), die Gartenabfälle im Kofferraum zu viel Dreck machen, oder gar ein Pferd von A nach B fahren soll, dann ist Zeit, die Ladefläche temporär mit einem geeigneten Anhänger zu erweitern. Ob es sinnvoller ist, einen Anhänger zu mieten oder zu kaufen, hängt von vielen Faktoren ab, die sich nicht immer für die weitere Zukunft voraussagen lassen.

Für Wenig-Nutzer: Anhänger mieten

Wer absehen kann, dass er einen Anhänger nur sporadisch braucht, ist mit einer Mietlösung am besten beraten. Wie oft „wenig“ sein darf, bzw. wo die Schwelle zum häufigen Gebrauch beginnt, lässt sich kaum per Rechenexempel bestimmen. Erfahrungsgemäß neigen allerdings viele Menschen dazu, die eigene Nutzungsfrequenz auf lange Sicht zu überschätzen.

Vorteile einer Mietlösung: Ein gemieteter Anhänger kostet nur das, was der Vermieter an Gebühren verlangt. Steuer, Versicherung und unverschuldete Reparaturen müssen nicht aus eigener Tasche bezahlt werden. Der Anhänger steht nirgendwo ungenutzt herum, sondern ist nur im Einsatz, wenn er wirklich gebraucht wird. Das ist fair und gut kalkulierbar.

Nachteile: Die bekannten Autovermieter haben in der Regel keine Anhänger im Programm, sondern der Kunde muss sich an Spezialanbieter wenden. Die Tücken beginnen spätestens dann, wenn die Anfahrt zum nächsten Vermieter sehr weit ist oder der gewünschte Anhängertyp gerade ausgebucht ist. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig um einen geeigneten Anhänger zu bemühen.

Immer verfügbar: Anhänger kaufen

Wer regelmäßig eine bestimmte Anhängerart benötigt, für den kann ein Kauf praktischer – und eventuell sogar billiger – sein. Dafür ist es besonders wichtig, die Anhängermaße richtig zu kalkulieren und dabei die zulässige Stütz- und Anhängelast des Zugfahrzeugs zu berücksichtigen. Die Standardlängen reichen etwa von 1,80 bis 8 Meter, die Breiten von 1 bis 2,40 Meter. Sogenannte Tieflader haben eine geringere Ladefläche als Hochlader, besitzen dafür aber Stärken beim Transport schwerer Lasten.

Vorteile einer Kauflösung: Der erworbene Anhänger ist rund um die Uhr und auch spontan verfügbar. Sein Besitzer muss sich weder um Verfügbarkeiten noch um aktuelle Mietpreisspitzen Sorgen machen. Je öfter jemand fährt, desto schneller amortisieren sich Anschaffungskosten, Steuer und Versicherung.

Nachteile: Wird der Anhänger doch weniger genutzt als ursprünglich geplant, ist er „totes Kapital“. Allerdings ist der Wertverlust bei Anhängern oft gering, sodass sie sich selbst nach mehrjährigem Besitz mit geringem Verlust weiterverkaufen lassen. Recht problematisch kann dagegen die Parkplatzfrage sein: Solange der Anhänger am Auto angekoppelt ist, darf er unbegrenzt im öffentlichen Straßenraum stehen – aber in abgekoppeltem Zustand nur maximal zwei Wochen, bevor ein Bußgeld droht. Wohl dem, der Platz auf dem eigenen Grundstück hat.

Nützliche Anhänger-Anfänger-Tipps

Wer zum ersten Mal einen Anhänger nutzt, braucht selbstverständlich die richtige technische Ausstattung, allen voran eine Anhängerkupplung am eigenen Auto. Im Onlineshop von Kupplung.de kann der Verbraucher besonders schnell nach dem Autotyp bzw. einer Kombination aus HSN- und TSN-Nummer suchen. Grundsätzlich hat der Käufer die Wahl zwischen starren, abnehmbaren und schwenkbaren Kupplungen, die sich nicht nur im Preis, sondern auch in der Handhabung deutlich unterscheiden. Vor- und Nachteile sind hier auf unserer Seite ausgeführt. Wer handwerklich geschickt ist, kann die Kupplung auch selbst montieren und muss nicht zwingend die Hilfe einer Werkstatt anfordern.

Zur Anhängerkupplung benötigt man außerdem einen sogenannten Elektrosatz, der die Stromversorgung zwischen Auto und Anhänger (Beleuchtung und Bremse) bereitstellt. Hier steht eine 7-polige Basisversion sowie eine 13-polige Komfortversion zur Auswahl.

Eine echte Herausforderung für Anfänger ist das besondere Fahrverhalten. Insbesondere in engen Kurvenradien und beim Bremsen reagiert das Gespann zunächst ungewohnt. Daher ist es verständlich, dass diese Gespanne außerorts höchstens 80 Stundenkilometer, in Ausnahmefällen bis 100 Stundenkilometer schnell fahren dürfen. Auch im europäischen Ausland gelten zahlreiche Sonderregeln für Fahrten mit Anhängern.

Anhänger mieten – oder kaufen?