Unfall-Checkliste fürs Auto

Unfall Auto-Checkliste - ©  chaloc / Pixelio.de

Unfall Auto-Checkliste – © chaloc / Pixelio.de

Selbst der sicherste Autofahrer wird einmal in einen Unfall verwickelt. Dann ist rasches und gleichzeitig überlegtes Handeln gefragt: Ist die Unfallstelle ausreichend gesichert? Sind Verletzte zu versorgen? Wie kläre ich die Schuldfrage? Wer in dieser unerwarteten Situation einen entscheidenden Fehler macht, wird ihn vielleicht bereuen. Da helfen nur gutes Vorwissen und vor allem ein klarer Kopf.

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Ruhe bewahren und Checkliste nutzen

Unser erster Tipp: Gönnen Sie sich nach dem Unfall, wenn es irgendwie möglich ist, eine Minute Ruhe. Noch besser sind fünf Minuten. Denn Stress ist ein ganz schlechter Ratgeber und kann schwierige Momente weiter komplizieren. Was anschließend zu tun ist, können Sie in unserer Unfall-Checkliste nachlesen und für den Fall eines (Un)falles ausdrucken.

Oberste Priorität hat die Absicherung der Unfallstelle. Schalten Sie zuerst Ihre Warnblinkanlage an. Wenn der Schaden an einer Autobahn oder Landstraße passiert ist, stellen Sie Ihr Warndreieck gut sichtbar rund 100 Meter vor dem Unfallort auf. So vermeiden Sie Folgeunfälle. Erst danach kümmern Sie sich um Verletzte, leisten Erste Hilfe oder informieren den Rettungsdienst.

Polizei benachrichtigen oder Europäischen Unfallbericht ausfüllen

Rufen Sie im Zweifelsfall immer die Polizei – zum Beispiel, wenn die Schuldfrage ungeklärt ist, Personen verletzt wurden oder hoher Sachschaden ab 500 Euro entstanden ist. Polizeiunterstützung ist auch dann angebracht, wenn der Unfallgegner Fahrerflucht begeht, keine Papiere vorweisen kann oder sein Auto im Ausland zugelassen ist.

Sofern Sie ohne Polizei auskommen wollen, notieren Sie in jedem Fall die kompletten Daten der Unfallbeteiligten, wie Adresse, amtliches Kennzeichen, Fahrzeughalter, Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheins. Lassen Sie sich auch die Anschrift von Zeugen geben. Am verlässlichsten nehmen Sie den Schaden mit dem Europäischen Unfallbericht auf, den wir Ihnen zum Download anbieten.

Schuld nicht spontan anerkennen

Geben Sie vor Ort kein voreiliges Schuldeingeständnis ab – Sie könnten es später, bei nochmaligem Nachdenken, bereuen. Dokumentieren Sie den Unfall möglichst genau. Auf Fotos und Skizzen sollten Sie die Position der Unfallautos, die Schäden und Bremsspuren aus mehreren Blickwinkeln festhalten. Markieren Sie Fahrzeugpositionen mit Kreide, die Sie oft im Verbandskasten finden.

Unfall im Ausland zusätzlich absichern

Im europäischen Ausland gelten häufig andere Vorschriften als in Deutschland. Informieren Sie auf jeden Fall die nationale Polizei über einen Unfall. Wenn Sie verletzt sind, lassen Sie sich vor Ort ein ärztliches Attest ausstellen. Das kann Ihnen später Schmerzensgeld-Ansprüche sichern.

In den meisten Länden (mit Ausnahme Russlands) erleichtert es Ihnen die Internationale Grüne Versicherungskarte, den Schaden zu regulieren. Dennoch kann die Regulierung oft mehrere Monate dauern. Oftmals bestehen im Ausland, insbesondere in Osteuropa, sehr niedrigere Deckungssummen der Kfz-Haftpflichtversicherung. Private Zusatzversicherungen sind daher empfehlenswert.

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