Städtereise Prag

Städtereise Prag - Teynkirche in der Altstadt - © GiRom / Pixelio.de

Städtereise Prag – Teynkirche in der Altstadt – © GiRom / Pixelio.de

Über neun Hügel entlang der Moldau erstreckt sich Prag: eines der beliebtesten Städte-Reiseziele Mitteleuropas und zugleich eine der am besten erhaltenen historischen Innenstädte. Auf dem Berg Hradschin entstand bereits im 9. Jahrhundert ein geschlossenes Burgareal, das heute das größte der Welt ist und die Keimzelle der späteren Stadtentwicklung bildete.

Der Veitsdom auf dem Hradschin ist eine der größten Attraktionen der „goldenen Stadt“. Andere touristische Höhepunkte sind die berühmte Karlsbrücke und der Altstädter Ring, der zentrale Marktplatz. Von der mittelalterlichen Romanik bis zum Jugendstil vereint die tschechische Hauptstadt zahlreiche Baustile. Die gesamte Altstadt gilt als Welterbe der UNESCO und trägt somit die wohl höchste kulturhistorische Auszeichnung.

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Wer viele Sehenswürdigkeiten besuchen und dabei sparen möchte, bekommt mit der Prag-Karte für gut 60 Euro drei Tage lang freien Eintritt bei rund 40 Attraktionen und Museen. Die Karte gibt es in der Innenstadt bei zahlreichen Verkaufsstellen. Dem üblichen Besucherandrang kann man übrigens im schönen Spätsommer und Herbst am besten entgehen. Als eine von wenigen Städten ist Prag auch im Winter sehr attraktiv und beispielsweise zu Silvester stark besucht.

Städtereise Prag – Anreise

Für die Anfahrt zur tschechischen Hauptstadt gibt des zwei sinnvolle Hauptrouten: erstens über Nürnberg, die Autobahn A6 und ab der Landesgrenze auf der D5 weiter via Pilsen; zweitens über Dresden, die Autobahn A17 und die tschechische Autobahn D8 bis nach Prag (auf tschechischen Autobahnen und Schnellstraßen Vignettenpflicht).

Aus Süd- und Westdeutschland empfiehlt sich die Nürnberg-Strecke, aus Nord- und Ostdeutschland die Dresden-Route. Hier einige Entfernungsangaben zur Orientierung:

Hamburg: fast 8 Stunden für 630 Kilometer
Berlin: gut 5 Stunden für 340 Kilometer
Köln: gut 7 Stunden für 710 Kilometer
München: rund 4,5 Stunden für 380 Kilometer

Verkehr in Prag

Prag-Karte:

In puncto Verkehrsaufkommen kann es Prag leider mit jeder westeuropäischen Großstadt aufnehmen. Die sozialistischen, autoarmen Zeiten gehören längst der Vergangenheit an. Mittlerweile gehört das Auto selbstverständlich zum Leben der Stadtbewohner – und verstopft die Straßen der Innenstadt.

Auch die Zahl der Parkplätze ist rar. Am aussichtsreichsten ist, eines der Parkhäuser aufzusuchen, und sein Glück nicht in den Parkzonen am Straßenrand zu versuchen. Grundsätzlich können Touristen in den Zonen Orange und Grün parken, während Blau den Anwohnern vorbehalten ist.

Traditionell besitzt Prag ein hervorragendes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Drei U-Bahn-Strecken und nicht weniger als 25 Straßenbahnlinien erschließen die Stadt. In der Innenstadt ist die Straßenbahn das mit Abstand beste Verkehrsmittel. Touristen können zwischen drei unterschiedlichen Dauerkarten wählen – für 1, 3, oder 5 Tage. Bei Taxis sollte der unerfahrene Besucher auf der Hut sein: Die Prager Taxifahrer haben einen denkbar schlechten Ruf und neigen dazu, überhöhte Fahrpreise zu berechnen.

Das Wetter: Ausgeprägte Jahreszeiten

Warmer Sommer, milder Frühling und Spätsommer, klarer, trockener Winter: Prag hat zu jeder Jahreszeit seine Liebhaber. Der typische Wetterverlauf ähnelt sehr dem Münchner Klima, hat insgesamt aber weniger Niederschlag. Viele Besucher schwören auf den Mai als beste Reisezeit. Dann nähern sich die Höchsttemperaturen der 20-Grad-Marke und liegen damit rund zwei Grad über dem deutschen Durchschnitt.

Von März bis September ist es in Prag in der Regel wärmer als bei uns, im Rest des Jahres sind die Verhältnisse umgekehrt. Im Januar und Februar sind knackig-kalte Frostperioden nicht ungewöhnlich. Wer hier, wie viele Gäste, Silvester und Neujahr feiert, erlebt die Stadt meist richtig winterlich.

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