Sonnenbrille beim Autofahren

Mit Sonnenbrille Auto fahren - © Petra Morales / Pixelio.de

Mit Sonnenbrille Auto fahren – © Petra Morales / Pixelio.de

Nicht nur während des Sommers, sondern auch zu anderen Jahreszeiten, kann eine Sonnenbrille die Fahrsicherheit deutlich erhöhen. Vor allem in den Abend- und Morgenstunden haben manche Fahrer erhebliche Mühe, gegen die tief stehende Sonne zu blinzeln. Dank Sonnenbrille gibt es einen sichereren Durchblick.

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Allerdings hat nicht jede Brille diesen wünschenswerten Effekt. Wichtig sind vor allem die Intensität und Farbe der Tönung:

  • Die Tönung einer autotauglichen Sonnenbrille darf höchstens 82 bis 92 Prozent betragen (besser sogar nur 75 Prozent). Das entspricht der Brillenkategorie drei. Bei stärkerer Tönung wirken viele Gegenstände und Gefahrenbereiche einfach zu dunkel.
  • Die Tönungsfarben Gelb und Grün eignen sich recht gut, da sie die Signalfarben Rot und Geld, die im Straßenverkehr wichtig sind, kaum verfälschen. Blaue Sonnenbrillen haben dagegen den Nachteil, dass sie beispielsweise die Ampeln und die Auto-Bremslichter spürbar abschwächen.
  • Ein integrierter UV- und Blaulichtfilter schützt die Netzhaut und den Sehnerv und sollte daher selbstverständlich sein.

Empfehlenswert sind auch polarisierende Brillengläser, da sie störende Reflexionen verhindern. Ebenfalls sinnvoll sind sogenannte Verlaufgläser, die im oberen Bereich eine stärkere Abdunklung aufweisen als unten. Dagegen verfehlen die selbsttönenden Gläser weitgehend ihren Zweck: die Tönung reagiert recht langsam auf Helligkeitsschwankungen (oder sogar überhaupt nicht, wenn das auslösende UV-Licht durch die Autoscheiben ausgefiltert wird).

Wichtig ist außerdem, dass die Sonnenbrille für lange Autofahren besonders leicht ist und auch nach mehreren Stunden nicht stört. Brillenträger mit einer Sehschwäche brauchen natürlich auch eine Sonnenbrille mit der passenden Sehstärke.

Sonnenbrille in der Nacht?

Völlig ungeeignet und sogar verboten sind stark getönte Sonnenbrillen bei Nacht. Die gelben Nachtfahrerbrillen, die die nächtlichen Kontraste verstärken sollen, dürfen höchstens 25 Prozent des einfallenden Lichts filtern. Wer im nächtlichen Straßenverkehr eine stärkere Sonnenbrille trägt, ist nicht „cool“, sondern erkennt ganz einfach zu wenig und gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer.

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