März: Skifahren und Frühlingserwachen

Schönes Reisewetter und erste Frühlingsboten im März - © Claudia Hautumm / Pixelio.de

Schönes Reisewetter und erste Frühlingsboten im März – © Claudia Hautumm / Pixelio.de

Der Reisemonat März liegt auf dem Scheideweg zwischen Winter und Frühling: Während in den sicheren Skiregionen Europas weiterhin gute Schneebedingungen herrschen, locken im Süden bereits steigende Temperaturen. Zwar können die Nächte recht frisch und manche Tage feucht werden – aber mit etwas Glück erlebt man einen wunderbaren Vorfrühling zur Nebensaison.

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Die folgenden Ausführungen beruhen auf langjährigen Erfahrungswerten. Das tatsächliche Reisewetter kann von Jahr zu Jahr erheblich abweichen.

Italien: Bei 14 bis 17 Grad Höchsttemperatur können Italienurlauber vielerorts am Frühling schnuppern. Die Tageswerte unterscheiden sich zwischen Norden und Süden erstaunlich wenig. Deutlich differieren allerdings die Nachttemperaturen: Im Süden der Halbinsel fällt das Thermometer selten unter sechs Grad, im Südtiroler Bozen sind dagegen Nachtfröste möglich (hier beträgt der tägliche Temperaturunterschied volle 13 Grad!).

Sonnen-Sucher sollten bedenken, dass es in den Wintermonaten verhältnismäßig oft regnen kann. Eine Faustregel besagt, dass es im Osten trockener ist als im Westen des Landes. Von Mitte März bis Mitte April bietet Italien eine fast einzigartige Urlaubsvariante: Eine Kombination aus Frühlings- und Skiurlaub. In den höher gelegenen Skigebieten liegt meist ausreichend Schnee für einen ungetrübten Pistenspaß – und in tieferen Regionen kann die Märzsonne schon richtig verwöhnen.

Spanien, Portugal: In Südspanien und Südportugal ist der Winter eine fast vergessene Episode. Schon im März klettert das Thermometer auf Werte nahe an die 20-Grad-Marke. Sevilla, Malaga oder Lissabon sind jetzt angenehme Städtereise-Ziele. Der Norden der iberischen Halbinsel ist weniger zu empfehlen, da es hier intensiv regnen kann. Übrigens ist es eine Legende, dass man in Spanien zur gleichen Zeit Skifahren und Baden kann: Zwar liegt in der Sierra Nevada, Europas südlichstem Skigebiet, oft noch genügend Schnee, die Meerestemperatur bei Malaga erreicht aber zu selben Zeit erst 14 Grad.

Frankreich: Einzig an der französischen Mittelmeerküste ist ein Frühstart in den Frühling möglich. Dafür sollte man aber besser bis Ende März warten, wenn die Höchsttemperaturen gegen 15 Grad steigen und die Regenwahrscheinlichkeit langsam abnimmt. Eine Badehose braucht der Frankreich-Urlauber noch nicht im Gepäck haben, wogegen Skier in den Alpenregionen weiterhin gute Einsatzmöglichkeiten finden.

Griechenland: Frisch und ausgeruht präsentiert sich Griechenland im März. Bis zu 17 Grad betragen die Höchsttemperaturen. Wer die Wiege des Abendlandes kennen lernen möchte, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen, hat jetzt ausgiebig Gelegenheit dafür. Relativ am trockensten bleibt es auf dem westlichen Festland mit Athen sowie auf der Insel Kreta.

Österreich, Schweiz: In einem normalen Winter zählt der März zur Ski-Hauptsaison. Selbst in der Tälern friert es nachts, sodass die Schneedecke weitgehend erhalten bleibt. Auch Neuschnee ist normalerweise nicht ungewöhnlich. Tagsüber kann es in Tallagen bis zu 10 Grad warm werden. In den Hauptstädten Wien und Bern liegen die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen oberhalb des Gefrierpunkts.

Großbritannien, Irland: Kurz gesagt, treibt es wohl nur Enthusiasten zu dieser Jahreszeit auf die britischen Inseln. In weiten Landesteilen ist es nasskühl bei Höchstwerten um die 10 Grad. Nur die Weltstadt London ist jederzeit einen Besuch wert…

Norwegen, Schweden, Finnland: Wie auch im April, finden Skandinavien-Urlauber jetzt sehr gute Wintersportmöglichkeiten vor. Die Schneebedingungen sind oft hervorragend und die Temperaturen nicht mehr ganz so klirrend kalt wie in den Vormonaten. Außerdem werden die Tage wieder deutlich länger. Selbst nördlich des Polarkreises findet das Skifahren nun im Hellen statt.

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