August – Hochsaison und Badespaß

Badespaß im August, Reisewetter - © itekei / Photocase.de

Badespaß im August, Reisewetter – © itekei / Photocase.de

Nach dem Juli ist der August der zweite Top-Reisemonat des Sommers. In vielen Urlaubsorten werden nun die höchsten Luft- und Wassertemperaturen und die geringsten Niederschläge des Jahres gemessen. Selbst in nördlichen Regionen lädt das Meer zum Baden ein. Die Kehrseite der Medaille: Jetzt haben sehr viele Urlauber arbeitsfrei und entsprechend groß ist der Andrang an Stränden, in Hotels und Restaurants.

Die folgenden Ausführungen beruhen auf langjährigen Erfahrungswerten. Das tatsächliche Reisewetter kann von Jahr zu Jahr erheblich abweichen.

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Italien: Heiße, sonnendurchflutete Tage und laue Nächte erwarten den Urlauber im August. Selbst in den Tal-Lagen der italienischen Alpen steigen die Höchstwerte bis an die 30-Grad-Marke, manchmal sogar darüber. Allerdings kann es im Norden passieren, dass man nicht ganz ohne Regen durch den Urlaub kommt. Die Temperatur des Meerwassers steigt an allen Stränden gegenüber dem Juli noch weiter an. An der Adria vor Rimini werden jetzt paradiesische 26 Grad gemessen.

Spanien, Portugal: Auch auf der iberischen Halbinsel läuft der Sommer überall auf Hochtouren. Hitze-Schwerpunkte mit durchschnittlichen Höchstwerten oberhalb 30 Grad sind die südlichen und südöstlichen Küsten, aber auch Teile des ausgetrockneten spanischen Binnenlandes. Regenschauer sind mit Ausnahme der nördlichen Atlantikküsten eine Rarität. Ein interessantes Phänomen sind die kühlen Winde, die vor allem an der westlichen portugiesischen Algarveküste wehen. Oft ist es direkt am Meer erstaunlich frisch, während es nur wenige Kilometer landeinwärts windstill und extrem heiß ist.

Frankreich: Wer hitzeempfindlich ist, der kommt mit den französischen Sommertemperaturen meist besser zurecht als mit den italienischen oder spanischen. In vielen südlichen Urlaubsregionen sind jetzt Spitzenwerte von gut 25 Grad normal, in Bretagne und Normandie etwa fünf Grad weniger. In Nordfrankreich wartet man leider vergebens auf wirklich badetaugliche Wassertemperaturen. Insgesamt hat Frankreich eine deutlich höhere Regenwahrscheinlichkeit als andere Mittelmeerländer. Das hat aber den Vorteil, dass die Natur meist nicht so ausgedörrt ist.

Griechenland: Wie die meiste Zeit des Jahres, ist Griechenland das wärmste Reiseziel. Die Höchstwerte liegen vielerorts über 30 Grad, die landesweiten Unterschiede sind nur gering. Während eine Badehose Pflicht ist, kann der Regenschirm getrost zu Hause bleiben. Ebenso wie in den anderen Mittelmeerländern werden die Urlauber mit über 10 Stunden Sonnenschein täglich verwöhnt – und das, obwohl in diesen geografischen Breiten die Tage deutlich kürzer sind als in Deutschland.

Österreich, Schweiz: Mit 23 bis 24 Grad wird es in den beiden Alpenländern – man höre und staune – im Durchschnitt fast ebenso warm wie in Frankreich. Der konkrete Wert am Urlaubsort hängt vor allem von der Höhe über dem Meeresspiegel ab. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen in der Regel gut zehn Grad darunter. Eine schützende Jacke kann also nicht schaden – ebenso wie ein vorsorglich eingepackter Regenschirm.

Großbritannien, Irland: Im Vergleich zum Juli ist der August wohl der etwas ungünstigere Reisemonat. Die Temperatur ist eine Spur niedriger (Höchstwerte unter 20 Grad) und es regnet etwas häufiger. Allerdings sind die Unterschiede so gering, dass sie nicht den Ausschlag für eine Reiseentscheidung geben dürften. Dass über die Attraktivität eines Urlaubsortes nicht alleine das Klima entscheidet, zeigen auch die berühmten britischen Seebäder: Hier steigt die Wassertemperatur selbst im August kaum über 16 Grad.

Norwegen, Schweden, Finnland: Die klimatischen Bedingungen von Skandinavien sind dem britischen Wetter recht ähnlich: Höchsttemperaturen knapp unter 20 Grad und ein Regenrisiko, das deutschen Werten vergleichbar ist. Selbst in den nördlichen Landesteilen steigt das Thermometer oft über die 15-Grad-Marke. Jetzt ist eine gute Zeit, den nördlichsten Punkt Europas, das Nordkap, zu erkunden. Und in Südschweden können Abgehärtete sogar in die 17 Grad warme Ostsee springen.

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