Umweltverträglich / ökologisch reisen

Wassertropfen - © Jürgen Acker / Pixelio.de

Wassertropfen – © Jürgen Acker / Pixelio.de

Sind Autoreisen und Umweltbewusstsein ein Widerspruch in sich? Wir meinen, nein. Unbestritten fügen Autoabgase der Umwelt einen Schaden zu. Aber es gibt tausend gute Möglichkeiten, auf die Belange von Natur und Menschen zu achten: Bei der Anreise, im Hotel, am Strand und überall dort, wo etwas gekauft, verbraucht oder weggeworfen wird.

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Umweltschonende Anfahrt

Wie man beim Autofahren die Umwelt schonen und gleichzeitig sogar Sprit sparen kann, sollte sich weitgehend herumgesprochen haben. Hier einige wichtige Tipps in Kurzfassung:

  • Der Bleifuß auf der Autobahn verbietet sich von selbst. Wer nicht an die Grenzen seines Fahrzeugs geht, vermindert den Schadstoffausstoß erheblich.
  • Der richtige Reifendruck, am besten knapp über den Herstellerangaben, verringert den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch.
  • Frühzeitiges Hochschalten der Gänge und untertouriges Fahren hat besonders viel Effekt. Entgegen anders lautender Fehleinschätzungen schadet das nicht dem Motor.
  • Dachgepäckträger, Skiboxen usw. erhöhen den Luftwiderstand deutlich und treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Überprüfen Sie also, ob Sie die Fahrräder oder Skier wirklich mitnehmen müssen oder besser am Urlaubsort mieten können.
  • Auch wenn Sie im Urlaub einen Mietwagen nutzen, sollten Sie auf den Spritverbrauch des Fahrzeugs achten. Meistens reicht ein sparsamer Kleinwagen völlig aus.

Umweltbewusste Hotels

Wenn Sie zum ersten Mal einen Urlaubsort oder in ein Hotel besuchen, können Sie nur schwer entscheiden, ob ein Haus ökologisch sinnvoll handelt oder nicht. Verschiedene Gütesiegel und Labels sollen daher dem Gast schon vor seiner Buchung eine Entscheidungshilfe gehen. Hier eine Auswahl:

In zahlreichen Einzelpunkten zeigt sich, wie ernst ein Hotel oder ein anderer Übernachtungsbetrieb den Umweltschutz nimmt. Internationaler Standard ist mittlerweile, dass Handtücher nicht täglich gewaschen, sondern nur nach Bedarf gewechselt werden. Weitere Kriterien sind zum Beispiel:

  • Es gibt gezielte, meist technische Maßnahmen zum Wasser- und Abwassersparen, beispielsweise eine Sparspülung in der Toilette oder moderne Duschköpfe.
  • Der Betrieb versucht Müll zu vermeiden. Dazu zählt der Verzicht auf Einwegverpackungen. So kann die Frühstücksmarmelade im Schälchen statt in der üblichen Plastikbox gereicht werden.
  • Wenn möglich, wird der Müll getrennt. Das ist allerdings nur in Ländern mit funktionierendem Verwertungssystem von Belang. In vielen Urlaubsländern wäre eine solche Maßnahme leider wirkungslos.
  • Das Hotel spart Energie. Das geht zum Beispiel durch Wärmedämmung, moderne Heizanlagen, Pumpen und Kühlschränke. Elektroheizungen sind große Stromfresser, aber auch der tagelange Stand-by-Betrieb von Fernsehern ist unnötig.
  • Viele Speisen und Getränke stammen aus der Umgebung und wurden nicht über hunderte von Kilometern antransportiert. Dies erfordert vom Gast natürlich, dass er sich auf die heimische Küche einlässt und in Spanien auf ein deutsches Bier verzichten mag. Manche Hotels arbeiten speziell mit Biohöfen aus der Region zusammen.
  • Die verwendeten Reinigungsmittel sind weitgehend biologisch abbaubar und belasten Wasser und Boden möglichst wenig. Dies dürfte in vielen durchschnittlichen Hotels ein frommer Wunsch bleiben.
  • In der Gartenanlage kommen keine Pestizide und möglichst kein Kunstdünger zum Einsatz.

Besonders nachhaltig ist der ökologische Ansatz dann, wenn der Übernachtungsbetrieb nach innen und außen kommunikationsstark ist: Das Personal bekommt Schulungen, um die entscheidenden Kriterien zu verinnerlichen – und die Gäste erhalten Tipps für eine attraktive und umweltgerechte Freizeitgestaltung.

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