Die Anhängerkupplung zählt zu den Autoteilen, die ein Maximum an Sicherheit erfordern – sowohl beim Material als auch bei der korrekten Handhabung. Nur wenn die Kupplung gut gesichert ist, kann sie allen Belastungen zuverlässig und dauerhaft Stand halten. Auf die folgenden Aspekte sollten Sie achten.

Richtige Verriegelung
Abnehmbare Anhängerkupplungen sind flexibler als feste Kupplungen, erfordern aber eine wiederholte Sorgfalt bei der Anbringung. Wichtig ist, dass die Kupplung ordnungsgemäß verriegelt ist. Komfortable abnehmbare Kupplungen besitzen ein Schloss, das auch vor Diebstahl schützt, sowie einen Sicherheitsindikator. Rastet die Verriegelung auf dem Indikator „Grün“ ein, ist die Anhängerkupplung korrekt gesichert und fahrbereit.
Übrigens ist es in Deutschland (mit ganz wenigen Ausnahmen) nicht gesetzlich vorgeschrieben, eine abnehmbare Kupplung bei Nichtbenutzung zu demontieren. Dennoch kann es sinnvoll sein, die Kupplung jeweils abzunehmen, da sie beispielsweise beim Einparken stören und zu Kollisionen führen kann.
Zusätzliche Sicherung
Für den Fall eines Falles müssen nach deutschem Recht gebremste Anhänger mit über 750 Kilogramm Gewicht zusätzlich abgesichert werden. Dazu dient ein sogenanntes Abreiß- oder Sicherungsseil, das vom Anhänger kommend am Zugfahrzeug angebracht wird (entweder an einer Öse am Fahrzeugrahmen oder notfalls am Kugelkopf). Löst sich die Anhängerkupplung unabsichtlich, reißt gleichzeitig das Abreißseil ab und betätigt auf diesem Weg die Bremse des Anhängers.
Auch in vielen anderen Ländern sind Sicherungsseile vorgeschrieben. Beispielsweise ist in den Niederlanden eine abrutschsichere Seilbefestigung verpflichtend, die im Fachjargon „Hollandöse“ genannt wird. Ungebremste Anhänger müssen mit einem Sicherheitsseil oder einer Kette angebunden werden. Ähnliche Regelungen gelten unter anderem in Norwegen, Österreich und der Schweiz. Urlauber sollten sich vor Reisebeginn über die jeweiligen Landesbestimmungen informieren.
Richtige Stütz- und Anhängelast
Um eine Überlastung der Kupplung zu verhindern und zugleich gute Fahreigenschaften zu garantieren, müssen die zulässigen Stütz- und Anhängelasten eingehalten werden. Beide sind in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 festgeschrieben. Die maximale Stützlast, die auf die Deichsel des Zugfahrzeugs wirken darf, liegt meist bei 100 Kilogramm. Umfangreiche Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie in diesem Beitrag.
Der passende Elektrosatz
Ergänzend zur Anhängerkupplung braucht der Anhänger selbstverständlich einen Elektrosatz, der unter anderem die sicherheitsrelevante Beleuchtung garantiert. Dies betrifft zum Beispiel Blinker, Bremsleuchte und Schlusslicht. Zu diesem Zweck werden 7-polige und 13-polige Steckverbindungen angeboten. Während die 7-poligen eine Basisversion darstellen, bieten die 13-poligen zusätzlichen Komfort. Details zu den Normen und inbegriffenen Funktionen können Sie hier nachlesen.
Anhängerkupplung kaufen und montieren
Starre, abnehmbare oder schwenkbare Anhängerkupplungen lassen sich in zahlreichen Variationen im Internet und im stationären Fachhandel erwerben. Die Montage einer passenden Anhängerkupplung erfordert in der Regel die Kompetenz einer Fachwerkstatt, da der Kupplungsträger am Fahrzeugrahmen angebracht werden muss. Hierzu muss in vielen Fällen auch die Stoßstange demontiert werden. Unternehmen wie Rameder bieten einen Werkstattservice, der die online gekauften Komponenten vor Ort am Fahrzeug verbaut.
