Zahnriemen wechseln

Motorraum

Blick in den Motorraum – eigenes Foto

In den meisten Autos tickt eine Zeitbombe für den Motor: der Zahnriemen. Die Aufgabe des Zahnriemens besteht darin, die Nockenwelle anzutreiben und so die Ventile in Schwung zu halten. Versagt das Verschleißteil aus Gummi seinen Dienst, drohen schwere Zerstörungen am Motor, bis hin zum Totalschaden.

Die Lebensdauer der Zahnriemen ist bei den verschiedenen Autoherstellern und Modellen sehr unterschiedlich. Oft empfehlen die Hersteller, den Riemen zwischen 60.000 und 120.000 Kilometer Laufleistung zu wechseln. Manche Zahnriemen sollen aber auch ein ganzes Motorleben lang halten. Einige Hersteller wie BMW und Mercedes verwenden gerne eine haltbare Metallkette anstelle des Gummiriemens. Nachteile einer Kette sind die größeren Laufgeräusche und der vergleichsweise höhere Preis.

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Austauschfristen und Kosten

Der empfohlene Wechselintervall ist in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs notiert und sollte unbedingt ernst genommen werden. Eine Garantieleistung ist damit allerdings nicht verbunden: Letztlich liegt es im Ermessen des Autobesitzers, wie er mit dem realen Risiko umgeht, da er selbst die finanziellen Konsequenzen tragen muss.

Die Kosten für den Austausch variieren sehr stark. Eine Autowerkstatt berechnet in der Regel mindestens 200 Euro für Material und Arbeitslohn. In Einzelfällen – bei bestimmten teuren Automodellen – können sogar mehr als 1000 Euro fällig werden. Dies ist ärgerlich – aber nichts gegen einen zerstörten Motor.

Selber Zahnriemen wechseln?

Um Geld zu sparen, kann man den Zahnriemen grundsätzlich auch selbst wechseln. Bevor man sich an die Arbeit macht, sollte man aber bedenken, dass der Riemen im Motorraum oft schwer zu erreichen ist. Eventuell wird man beispielsweise gezwungen sein, an Lichtmaschine, Luftfilter oder Wasserpumpe zu lösen. Außerdem muss man bei der Reparatur Kurbel- und Nockenwelle wieder genau justieren, damit Ventile und Kolben den notwendigen Abstand zueinander bewahren.

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