![]() Höchste Zeit für WinterreifenSpätestens, wenn der Schnee die deutschen Straßen in Rutschpisten verwandelt, sind Winterreifen sehr zu empfehlen. Mehr noch: Seit 2006 ist eine Änderung der Straßenverkehrsordnung in Kraft, die vom Autofahrer eine "geeignete Bereifung" fordert. Obgleich diese Formulierung Interpretationen ermöglicht, führt an guten Winter- oder Ganzjahresreifen wohl kein Weg vorbei. Ab welchem Zeitpunkt ein Wechsel auf Winterreifen erforderlich wird, hängt vor allem von der Reifenqualität ab. Aber selbst die besten Sommerreifen versagen ihren Dienst, wenn (Nacht-)Frost einsetzt und der Schnee liegen bleibt. Nicht mehr zutreffend ist dagegen die alte Faustregel, dass ein Wechsel bei 7 Grad Durchschnittstemperatur notwendig ist. Hier hat die moderne Reifenentwicklung deutliche Fortschritte gemacht. Das Geheimnis der WinterreifenZwei Vorteile zeichnen die Winterreifen aus: Ihre Gummimischung ist speziell auf niedrige Temperaturen ausgelegt, verhärtet nicht und garantiert so deutlich kürzere Bremswege. Und das Reifenprofil krallt sich besonders gut in den Schnee. Zusätzliche Lamellen sorgen für eine verbesserte Haftung auf dem schwierigen Untergrund. Damit die Winterreifen optimal wirken, sollten sie etwa 0,2 bar mehr Luftdruck aufweisen, als der Fahrzeughersteller empfiehlt. Das Mindestprofil sollte noch 4 Millimeter betragen - gesetzlich vorgeschrieben sind lediglich 1,6 Millimeter. Reifen wechselnWenn Sie die Winterreifen selbst montieren, sparen Sie etwa 30 Euro für die Werkstatt, können allerdings in "Heimarbeit" keine Unwuchten entfernen. Bei der Montage ist zu beachten, dass manche Reifen eine vorgegebene Drehrichtung besitzen. Die richtige Richtung ist mit kleinen Pfeilen markiert. Wollen Sie die kühl, dunkel und trocken eingelagerten Reifen im nächsten Jahr wiederverwenden, so markieren Sie, welches Rad an welcher Stelle saß (zum Beispiel VL für vorne links) und montieren Sie es am besten erneut in identischer Position. Vertauschen Sie auf keinen Fall die rechte mit der linken Seite. Ein Tausch der vorderen und hinteren Räder ist dagegen möglich. Unabhängig von der vorhandenen Restprofiltiefe sollten Sie die Winterreifen höchstens acht Jahre lang benutzen. Nach dieser Zeit beginnt das Gummi spröde zu werden und bietet weniger Sicherheit. Bußgeld droht Wechselmuffel müssen mit mindestens 20 Euro Bußgeld rechnen, wenn Sie bei widriger Witterung falsch bereift angetroffen werden. Bei einem Unfall droht sogar der Verlust des Versicherungsschutzes. Regelungen im AuslandIn einigen europäischen Staaten gilt eine verbindliche Winterreifen-Pflicht:
Trotz fehlender Verpflichtung sind zur kalten Jahreszeit in vielen Ländern wie Norwegen, Schweden oder Polen Winterreifen fast unabdingbar. Die Slowakei hat eine "situative", also von den Straßenverhältnissen abhängige Pflicht, ähnlich wie in Deutschland. Winterreifen. (Foto: © PHOTOCASE) |
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