In Umweltzonen unterwegs

GTÜ - © GTÜ / pixelio.de

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Keine Zufahrt zu europäischen Großstädten? Seit dem Jahr 2008 müssen vor allem deutsche, aber auch italienische Autofahrer darauf achten, ob ihr Fahrzeug die notwendige Erlaubnis hat – denn seither werden immer mehr städtische „Umweltzonen“ eingerichtet. Wer die deutschen Umweltzonen befahren will, benötigt eine Umwelt- bzw. Feinstaubplakette. Und nur eine grüne Plakette, die relativ emissionsarme Autos erhalten, garantiert auch in den kommenden Jahren „freie Fahrt“.

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Deutsche Umweltzonen

Ende des Jahres 2013 liegen fast Hundert deutsche Innenstädte innerhalb einer geschlossenen Umweltzone. Dazu zählt auch die Zone „Ruhrgebiet“, die mehrere Städte umschließt. Die Plakettenpflicht gilt zum Beispiel in Berlin, München, Köln, Stuttgart, Frankfurt und Hannover. Zahlreiche weitere Städte wollen sich diesem System noch anschließen, außerdem werden die Fahrverbote Schritt für Schritt verschärft. Daher ist die Umweltplakette für viele Stadtbewohner, Pendler und Städtetouristen bereits heute absolut unumgänglich. Ohne Plakette kommt man, ohne ein Bußgeld zu riskieren, nicht einmal in die Nähe vieler Sehenswürdigkeiten, historischer Altstädte und Shoppingmeilen.

Die Umweltplakette wird in den Farben rot (hohe Feinstaubemission), gelb und grün (geringe Feinstaubemission) ausgegeben und kostet lediglich fünf bis zehn Euro. Erhältlich ist sie unter anderem bei vielen Autowerkstätten, bei TÜV und DEKRA. Die DEKRA bietet außerdem ein praktisches Onlinetool an, mit dem man vorab ermitteln kann, welche der drei Plakettenfarben einem Auto zusteht. Dazu trägt man klar definierte Werte aus dem Fahrzeugschein in das Tool ein. Die meisten Pkw zählen zur günstigen Schadstoffklasse 4, die der Abgasnorm „Euro 4“ entspricht. Schlechtere Feinstaubwerte liefern vor allem ältere Dieselfahrzeuge sowie Autos ohne geregelten Katalysator. Feinstaub ist unter anderem in Dieselruß und Bremsabrieb enthalten und gilt als potenziell krebserregend.

Umweltzonen im Ausland

Die Umweltzonen entspringen einem „Luftreinhalteplan“ der Europäischen Union und fußen auf europäischem Recht. Daher haben neben Deutschland mehrere andere EU-Staaten Fahrverbotszonen eingerichtet. Allerdings gelten die britischen, niederländischen und schwedischen Umweltzonen nur für Lkw und andere Transportfahrzeuge, nicht jedoch für Pkw!

Einige Umweltzonen, die dem deutschen Modell ähneln, gibt es in Italien. Betroffen sind die Städte Rom, Mailand, Florenz, Venedig und Bozen. Die deutschen Feinstaubplaketten gelten hier allerdings nicht. Nähere Auskünfte bietet die Homepage des deutschen Generalkonsulats in Mailand.

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