Tierbisse verhindern und richtig versichern

Tatzenabdrücke auf der Motorhaube und Gummibrösel darunter sind keine guten Zeichen. Sie können darauf hindeuten, dass sich ein Marder oder ein anderer Nager an den Kabeln zu schaffen gemacht hat. Das kann gefährlich und – ohne ausreichenden Versicherungsschutz – ganz schön teuer werden.

Niedlicher Räuber: ein Steinmarder - © Wolfgang Bever / pixelio.de

Niedlicher Räuber: ein Steinmarder – © Wolfgang Bever / Pixelio.de

Weit über Hunderttausend Tierbiss-Schäden verzeichnet die deutsche Statistik pro Jahr. In den allermeisten Fällen ist der heimische Steinmarder dafür verantwortlich, aber auch Ratten und sogar Katzen kommen als nächtliche Übeltäter in Frage.

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Was treibt der Marder im Motorraum?

Der Steinmarder nutzt parkende Autos vor allem als kurzzeitiges Versteck. Bei dieser Gelegenheit setzt er seine persönliche Duftmarke, um sein Revier zu markieren. Das tierische Problem entsteht, wenn ein Rivale schon auf dieselbe Idee gekommen war. Dann versucht der Marder alle Hinweise auf den Eindringling zu tilgen – und geht mit seinen scharfen Zähnen ziemlich rabiat vor. Vor allem Zünd- und andere Stromkabel fallen den Bissen zum Opfer, aber auch Bremsschläuche sowie die Manschetten von Lenkung und Antriebswelle.

Ob wirklich ein Problem vorliegt, kann eine Fachwerkstatt mit einem kurzen Check abklären. Grundsätzlich ist das Marderrisiko in ländlichen Gebieten deutlich höher als in der Stadt, in Süddeutschland höher als im Norden der Republik.

Umfassender Versicherungsschutz gegen Tierbisse

Während die primären Schäden oft gering sind – die zerstörten Kabel lassen sich mit wenigen Hundert Euro ersetzen – drohen im schlimmsten Fall gravierende Folgeschäden: vom Bremsversagen bis zum Motorbrand ist vieles möglich. Daher ist eine Teilkaskoversicherung zu empfehlen, die derartige Folgeschäden möglichst bis zum einer Schadenssumme von 3000 Euro abdeckt, wie beispielsweise bei der Autoversicherung von CosmosDirekt. Wichtig ist auch, dass die Versicherung allgemein bei „Tierbissen“ eintritt, also nicht ausschließlich bei Mardern.

Technische Marderabwehr

Einen hundertprozentig verlässlichen Marderschutz gibt es leider nicht. Abwehrversuche durch spezielle Düfte haben sich als untauglich erwiesen, da sich die Tiere schnell an veränderte Umweltbedingungen gewöhnen. Auch die Wirkung von Ultraschallanlagen ist wenigstens umstritten. Den deutlichsten Effekt erzielen „Marderschocker“ mit Strom. Die weniger als Hundert Euro teuren Geräte leiten den Bordstrom des Automobils an Metallplättchen, die im Motorraum angebracht werden können. Kommt ihnen ein Marder oder ein anderes Tier zu nahe, bekommt es einen abschreckenden, aber gesundheitlich unbedenklichen Elektroschock.

Fazit: Um wirklich vor Mardern sicher zu sein, hilft nur eine fest verschlossene Garage. Ansonsten ist eine gute Versicherung Gold wert.

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