Tankgutscheine (und Steuervorteile) verschenken

Zapfsäule

Geschenk an der Zapfsäule – eigenes Foto

Es ist gar nicht so einfach, etwas zu verschenken. Vor allem wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Gutes tun möchte. Denn selbst an diesen Geschenken will der Fiskus mitverdienen. Wer die Steuerfalle umgehen will, kann einfach Tankgutscheine verschenken – aber am besten nur bis 44 Euro monatlich.

Steuerfreier Sachbezug dank Gutscheinen

Was aus Sicht eines Arbeitnehmers einfach ein Geschenk ist, ist aus Perspektive eines Finanzamts schlicht ein „Sachbezug“ und als solcher bares Geld wert. Darum schlägt das Finanzamt die Sachbezüge dem Lohn hinzu, die dann selbstverständlich gemeinsam zu versteuern sind. Zum Glück für den Beschenkten gibt es allerdings eine Freigrenze von 44 Euro. Bis zu diesem Maximalbetrag gilt das Geschenk als steuerfreier Sachbezug. Aber Vorsicht: Wird dieser Betrag auch nur minimal überschritten, ist wieder die Gesamtsumme aus Lohn und Sachleistung steuerpflichtig – der Vorteil also komplett dahin.

(Anzeigen:)

Die großen deutschen Tankstellenketten wie ARAL haben sich auf diese Erfordernisse eingestellt. So können Arbeitgeber auf www.aral-supercard.de nachrechnen, welche Steuerersparnis sich ergibt, wenn die Arbeitnehmer einen monatlichen Tankgutschein erhalten – statt eines voll zu versteuernden Geldgeschenks bzw. einer entsprechenden Lohnerhöhung.

Heute vereinfachte Regeln

Was schon jetzt kompliziert klingt, war bis vor wenigen Jahren noch deutlich aufwändiger. Personalabteilungen mussten Lohn und Sachleistungen strikt voneinander trennen und einen großen Verwaltungsaufwand betreiben. Der mit dem Tankgutschein „beschenkte“ Arbeitnehmer durfte zwar selbst tanken, aber nicht eigenhändig bezahlen. Die Abrechnung musste direkt über den Arbeitgeber erfolgen, verursachte somit weitere Verwaltungskosten und machte das Verfahren insgesamt unattraktiv. Seit dem Jahr 2010 wurden diese Regelungen einfacher und praktikabler. Einziger Wermutstropfen für alle Beteiligten: Waren früher 50 Euro Sachleistungen steuerfrei, so wurde die Grenze auf 44 Euro gesenkt.

Tankgutschein privat verschenken

Solche Überlegungen sind im Falle eines privaten Geschenks natürlich überflüssig. Hier spielen steuerliche Überlegungen keine Rolle, sondern nur die Wünsche des Beschenkten. Um den Gutschein flexibler zu gestalten, gibt es die „Aral SuperCard“ in drei verschiedenen Varianten: als reiner Tankgutschein mit individuell festlegbarem Geldwert, fürs Tanken plus Shoppen und für die Autowäsche. Damit der Gutschein sicher auf dem Postweg versendet werden kann, muss er abschließend online freigeschaltet werden. Erst danach ist er im Netz der deutschen Aral- und BP-Tankstellen ähnlich wie Bargeld gültig.

(Die in diesem Artikel genannten Finanzvorschriften entsprechen dem Stand vom Juli 2014 – Irrtum vorbehalten.)

Werbung: