Stahlfelgen oder Alufelgen – ein Vergleich

Hochwertige Stahlfelge eines Oldtimers - © Th. Blenkers / pixelio.de

Hochwertige Stahlfelge eines Oldtimers – © Th. Blenkers / Pixelio.de

Was ist das beste Felgenmaterial? Während Autoästheten und Tuningfans auf Alufelgen schwören, stehen Pragmatiker zur guten alten Stahlfelge. Ließen sich früher Vor- und Nachteile trefflich miteinander abwägen, ist die Lage heutzutage eindeutig: außer der Optik spricht wenig für das Aluminium.

Unterschiedlicher Aufbau

In der Regel unterscheiden sich die beiden Typen nicht nur im Material, sondern auch in Form und Konstruktion. Die meisten Stahlfelgen bestehen aus einer „Radschüssel“ (auf der eine Radkappe befestigt werden kann) und der Felge im engeren Sinne, auf die der Reifen aufgezogen wird. Beide Teile bestehen aus gewalztem Stahlblech und sind fest miteinander verschweißt.

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Die Alufelgen werden häufig aus dem Leichtmetall Aluminium in einem Stück gegossen. Diese Gusstechnik ermöglicht es, statt einer Radschüssel einen filigraneren Felgenkranz herzustellen, der aus mehreren Verstrebungen besteht. Abschließend erhält das Aluminium eine Versiegelung aus Silber- und Klarlack. Diese Beschichtung trägt zu dem charakteristischen glänzenden Aussehen der Felgen bei.

Eine Frage des Gewichtes?

Da Aluminium deutlich leichter als üblicher Stahl ist, brachten Alufelgen in früheren Zeiten einen kleinen, aber messbaren Vorteil bei Geschwindigkeit und Fahrverhalten. Allerdings sind moderne, handelsübliche Stahlfelgen manchmal sogar leichter als ihre Leichtmetall-Kollegen, verrät der Experte für Stahlfelgen oponeo.de: „Dabei werden sehr dünn gewalzte (aber dennoch stabile) Stahlbleche verwendet.“

Mit Stahl robust durch den Winter

Das Material Stahl verzeiht, anders als Aluminium, auch so manche harte Kollision mit einem Bordstein. Kleinere Schäden lassen sich problemlos wieder reparieren, gröbere Blessuren verdeckt im Zweifel die Radkappe.

Ihren größten Vorteil spielen Stahlfelgen aber in der kalten Jahreszeit aus. Streusalz, Split und kleine Steine können den Lack der Alufelgen ankratzen und eine Korrosion ermöglichen. Auch der Stahl kann grundsätzlich zu rosten beginnen, erweist sich in der Praxis aber als sehr widerstandsfähig.

Schönheit hat ihren Preis

Wer einen Preisvergleich macht, wird bei allen gängigen Fahrzeugmodellen einen erheblichen Preisunterschied zugunsten der Stahlfelgen feststellen können. Das gilt besonders für spezielle Winteralufelgen, die den Materialnachteil im Winter ausgleichen können. Alufelgen sind also ein kleiner Luxus. Noch teurer sind Felgen aus einem anderen Leichtmetall: Magnesium. Vor allem Rallyeautos und teure Sportwagen profitieren von diesem Metall, das nochmals leichter als Aluminium ist und in Extrembereichen tatsächlich Geschwindigkeitsvorteile (und optische Vorzüge) bringt.

Der Kompromiss: Wechsel mit den Jahreszeiten

In Regionen mit ausgeprägten Wetterunterschieden zwischen Sommer und Winter, in denen Ganzjahresreifen keine sinnvolle Lösung sind, bietet sich eine Kombination beider Felgenalternativen an. Im Sommer zeigen sich die Alufelgen von ihrer besten Seite, während im Winter der Stahl der widrigen Witterung trotzt.

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