Städtetrips mit eigenem Auto

Autos in Paris - © Thomas Reiners / Pixelio.de

Autos in Paris – © Thomas Reiners / Pixelio.de

Mit dem Auto nach Paris, Berlin oder Rom fahren? Mitten ins Gewühl einer Millionenstadt – ist das überhaupt vernünftig? Wir geben Tipps für mobile Städteurlauber.

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In den meisten europäischen Großstädten gelten Höchstgeschwindigkeiten von 30 bis 50 Stundenkilometern. Jedenfalls theoretisch. In der Praxis der täglichen Rush-Hour kann man sich bereits über Schrittgeschwindigkeit freuen. Wer aber ein paar Grundregeln einhält, kommt in vielen Städten auch als deutscher Autofahrer zurecht. Unsere Tipps:

  • Welches das richtige Verkehrsmittel für die An- und Abreise ist (also bis zur Stadtgrenze), hängt vom persönlichen Empfinden und von der realen Reiseentfernung ab. Innerhalb Deutschlands kann man mit dem eigenen Auto individuell und bequem ankommen und dabei auch noch Zeit und Geld sparen. Außerhalb der bekannten Stoßzeiten lassen sich größere Staus weitgehend vermeiden.
  • Beim Besuch weiter entfernter, ausländischer Städte sollte die Fahrtzeit – so unsere Faustregel – deutlich unter der realen Aufenthaltszeit liegen. Wer also für die Autoreise nach Paris jeweils einen Tag für Hinfahrt und Rückfahrt benötigt, sollte sich in der Stadt mindestens drei Tage Aufenthalt gönnen.
  • Die Warnungen vor dem Verkehrschaos großer Städte mögen im Einzelfall übertrieben sein, sollten aber in jedem Fall Ernst genommen werden. Wer sich dem nicht gewachsen fühlt, sollte sein Auto zu Hause oder spätestens an der Stadtgrenze stehen lassen.
  • Viele Städte wie Paris, London oder Berlin besitzen ein engmaschiges System von öffentlichen Verkehrsmitteln, deren Nutzung mit mehrtägig gültigen City-Cards rabattiert ist. Aufgrund der großen Entfernungen kann es zwar über eine Stunde dauern, vom einen ans andere Ende der Stadt zu gelangen – aber mit dem Auto wäre man keinesfalls schneller. Sehr sinnvoll ist es, das Auto an einem Park-and-Ride-Platz, in einem Dauerparkhaus oder am Hotel abzustellen und in die nächste Metro zu steigen.
  • Ein Navigationsgerät erleichtert die Fahrt durch eine fremde Stadt erheblich, da es dem Fahrer die Orientierungsarbeit weitgehend abnimmt. Dennoch ist es sinnvoll, zusätzlich einen Stadtplan mitzuführen. Zum einen erleichtert der Stadtplan die Reise- und Sightseeing-Planung, zum anderen kann die Karte dann einspringen, wenn überraschende Straßenbaumaßnahmen dem Navi die Arbeit erschweren.
  • Autofahrer ausländischer Städte werden zuweilen als rücksichtslos beschrieben. In der Tat ist der Fahrtstil gerade in südlichen Ländern oft offensiver, als man es in Deutschland gewöhnt ist. Niemand sollte sich „blind“ auf das eigene Vorfahrtsrecht verlassen, sondern wachen Auges auf den Verkehr achten. Mit einer positiven Einstellung kann man sich durchaus innerhalb einiger Stunden auf den anderen Stil einstellen.
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