Spritkosten beim Mietwagen richtig kalkulieren

Mietwagen sind längst kein Luxus mehr. Schon etwa ab 20 Euro Leihgebühr pro Urlaubstag gibt es in vielen Ländern einen kleinen Ferienflitzer – und das mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung. Weniger transparent sind auf den ersten Blick die Spritkosten. Denn hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle: das Benzinpreisniveau im Zielland, der Spritverbrauch des gewählten Fahrzeugs – und auch die Tankregelung der Autoverleihers. Hier finden Sie die wichtigsten Kostenbestandteile im Überblick.

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Bleifrei tanken in Spanien - © manwalk / pixelio.de

Bleifrei tanken in Spanien – © manwalk / Pixelio.de

Benzinpreise im Reiseland

Entgegen anders lautenden Gerüchten bewegen sich die deutschen Spritreise im europäischen Durchschnitt. Mit anderen Worten: Bei einer Auslandsreise kann es sowohl deutlich billiger als auch teurer werden. Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht bietet das Vergleichsportal toptarif.de. Hier ist beispielsweise zu erkennen, dass Urlauber in Osteuropa besonders günstig tanken können, während der Fahrspaß unter anderem in Skandinavien, Niederlande, Italien und Griechenland teurer ist (Stand Frühjahr 2016). Immerhin überzeugt das Top-Reiseland Spanien mit ausgesprochenen Niedrigpreisen.

Verbrauchswerte des Mietwagens

Die meisten Autoverleiher konzentrieren sich bei ihrer Flottenauswahl auf Sprit sparende Klein- oder Mittelklassewagen. Schließlich will die Mehrzahl der Urlauber mit dem Mietwagen kurze Spritztouren in die Umgebung unternehmen und braucht weder starke Motoren noch einen großen Kofferraum. Transporter oder SUVs werden dagegen kaum nachgefragt.

Hier einige kombinierte Verbrauchswerte typischer Mietwagen pro 100 km (Herstellerangaben):

  • Ford Fiesta: 4,3 l
  • Ford Ka: 4,9 l
  • Seat Ibiza: 4,4 l
  • Fiat Panda: 4,5 l
  • VW Polo: 4,8 l
  • Opel Corsa: 4,3 l

Auch bei der Wahl des Treibstoffs sind die meisten Mietwagen vergleichsweise genügsam. Bleifreies Superbenzin mit einer Oktanzahl von 95 reicht in der Regel aus. Auf jeden Fall sollte der Urlauber einen Blick in die Autodokumente werfen, um den Motor nicht mit zu geringen Oktanwerten zu schädigen.

Aufgrund der geringen Verbrauchswerte fährt so manchen Urlauber den vollen Tank seines Mietwagens bis zum Abgabetermin nicht leer. Je nach Tankregelung muss er das Fahrzeug vor Abgabe wieder volltanken (Regelung voll/voll) oder gibt es mit teilweise gefülltem Tank zurück (Regelung leer/leer). Vor allem der zweite Fall sorgt regelmäßig für Unmut, weil der Urlauber eine ungenutzte, aber schon bezahlte Spritmenge im Auto zurücklässt. Warum eine solche Regelung trotzdem nicht grundsätzlich unfair ist, erläutern wir hier.

Fazit: ein überschaubarer Kostenfaktor

Die Spritkosten für Mietwagen reißen in der Regel kein spürbares Loch in die Urlaubskasse. Viele Leihautos verbrauchen weniger als fünf Liter Benzin pro Hundert Fahrkilometer. Mancher Fahrer gibt auf diese Weise in einer Urlaubswoche kaum mehr als 30 Euro aus – dies entspricht der Leihgebühr für ein bis zwei Mietwagentage. Und wenn dann auch noch die Tankregelung stimmt, braucht der Urlauber selbst in teureren Reiseländern keine Angst vor der Zapfsäule haben.

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