Ausreichender Sicherheitsabstand

Sicherheitsabstand auf der Autobahn einhalten - © Franz Haindl / Pixelio.de

Sicherheitsabstand auf der Autobahn einhalten – © Franz Haindl / Pixelio.de

Ein zu geringer Sicherheitsabstand kann mehrere hundert Euro Bußgeld kosten. Drängeln und dicht auffahren schadet aber nicht nur dem Geldbeutel, sondern ist die dritthäufigste Unfallursache in Deutschland. Für die Berechnung des richtigen Mindestabstands gibt es verschiedene Faustformeln.

Sekunden einfacher als Meter

Sehr bekannt ist die – nur scheinbar – simple Regel „Abstand gleich halber Tacho“. Nach dieser Formel sollte der Autofahrer zum Beispiel bei 80 km/h 40 Meter Sicherheitsabstand wahren, bei 120 km/h 60 Meter. Allerdings lässt sich die reale Entfernung oft nur ungenau schätzen. Eine Orientierungshilfe sind die Leitpfosten, die etwa alle 50 Meter am Straßenrand aufgestellt sind.

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Deutlich einfacher ist es, die Zeit zu messen, die zwischen zwei Fahrzeugen vergeht. Dazu merkt man sich einen Punkt, den der Vordermann gerade passiert und zählt die Sekunden, die vergehen, bis man selbst diesen Punkt erreicht.

In der Fahrschule wird den heutigen Schülern oft geraten, generell zwei bis drei Sekunden Sicherheitsabstand einzuhalten. Noch etwas exakter ist die Regel, im Ortsverkehr 1 Sekunde (entspricht bei 50 km/h rund 15 Meter) und auf Landstraßen 3 Sekunden Abstand zu wahren.

Schnee und Regen

Bei ungünstigen Wetterbedingungen müssen Autofahrer wesentlich großzügiger kalkulieren. Auf Schnee und Eis kann sich der Bremsweg vervielfachen. Wer mit 50 Stundenkilometern unterwegs ist, muss laut Schätzung des ADAC im Trockenen 11 Meter Bremsweg einkalkulieren, auf regennasser Fahrbahn 20 Meter, bei Schnee 37 Meter und bei Eisglätte 100 Meter.

Eine verlässliche Faustregel für den richtigen Sicherheitsabstand gibt es leider nicht, da die Straßenverhältnisse individuell sehr unterschiedlich sein können. Übrigens trägt ABS kaum zu einem kürzeren Bremsweg bei und hilft auch nicht bei Aquaplaning. Allerdings verhindert das System ein Blockieren der Räder und verbessert somit die Spurtreue und Lenkbarkeit während des Bremsvorgangs.

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