Alpenreiseland Schweiz

Furkapass-Straße in der Schweiz - © Kurt Michel / Pixelio.de

Furkapass-Straße in der Schweiz – © Kurt Michel / Pixelio.de

Wer Berge und Seen, Wandern und Skifahren mag, der muss die Schweiz einfach lieben. 74 Viertausender und zahllose Dreitausender bilden eine einzigartige Bergkulisse. Vierwaldstätter und Genfer See, Lago Maggiore und Lago di Lugano sind berühmte Anziehungspunkte. Im Sommer wie im Winter empfangen traditionsreiche Fremdenverkehrsorte ihre Gäste.

In kaum einem Land zählt das touristische Stichwortregister so viele klangvolle Namen: St. Moritz, Davos, Crans Montana, Zermatt, Matterhorn, Jungfrau, Monte Rosa… Aber auch für die Freunde von Kunst und Kultur ist die Schweiz immer eine Reise wert. Weltbekannt sind zum Beispiel die Altstadt von Bern oder das alljährliche Jazz-Festival von Montreux.

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Bei dieser geballten Ladung touristischer Attraktionen gibt es eigentlich nur einen Wermutstropfen: Die Schweiz ist eines der teuersten Urlaubsländer überhaupt. Wer sparen möchte, für den mag ein „Kombi-Urlaub“ ein guter Kompromiss sein: die Hälfte der Zeit in der Schweiz, die andere Hälfte im deutlich günstigeren Österreich.

Anreise: Da der Rhein und der Bodensee die natürliche Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz bilden, bestehen zwischen den Nachbarstaaten relativ wenige Grenzübergänge. Die meisten Reisenden kommen über die deutsche Autobahn A5, überqueren bei Basel die Grenze, um dann auf der schweizerischen A2 weiter gen Süden und Gotthardtunnel zu fahren. Jenseits des Tunnels erreicht man das Tessin, den südlichsten Kanton der Schweiz.

Eine östlich gelegene Alternative ist die A81 nach Schaffhausen. Die Münchner fahren am besten auf der A7, weiter ein kurzes Stück durch Österreich und dann zum Beispiel auf der schweizerischen A1 südlich des Bodensees.

Hier einige wichtige Entfernungsangaben bis nach Zürich in der Nordschweiz:

Köln: knapp 6 Stunden für 570 Kilometer
Hamburg: knapp 9 Stunden für 900 Kilometer
Berlin: knapp 9 Stunden für 840 Kilometer
München: rund 3,5 Stunden für 310 Kilometer

Mautgebühren: Die Benutzung der Schweizer Autobahnen ist generell gebührenpflichtig. Die Vignette, die an der Windschutzscheibe angebracht wird, kostet gut 36 Euro (Stand 2018) und ist 14 Monate gültig. Darüber hinaus werden zusätzliche Gebühren auf bestimmten Straßen erhoben: Großer St. Bernhard-Tunnel und Munt La Schera-Tunnel sowie die Autoverladungen Lötschberg-Tunnel, Oberalppass, Furka-Tunnel, Albula-Tunnel, Simplontunnel und Vereina-Tunnel.

Einreisebestimmungen: Erwachsene reisen mit Reisepass oder Personalausweis ein. Kinder führen ihren eigenen, europaweit gültigen Kinderausweis mit sich.

Höchstgeschwindigkeit: Wie in allen bergigen Regionen, erfordert auch die Straßenlage in der Schweiz oft eine moderate Fahrweise, die das offizielle Tempolimit nicht ausreizt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt innerorts 50 Stundenkilometer und auf Landstraßen 80 km/h. Auf Schnellstraßen ist 100, auf Autobahnen 120 erlaubt.

Besondere Verkehrsregeln: Nicht nur in den zahlreichen Tunneln muss grundsätzlich Abblendlicht eingeschaltet werden – ab 2014 gilt in der Schweiz eine ganztägige Lichtpflicht. Kommt es auf Bergstraßen zu Engpässen, hat stets das aufwärts fahrende Auto Vorfahrt. Gelbe Kreuze am Fahrbahnrand bedeuten Parkverbot, durchgehende gelbe Linien Halteverbot. Die Alkohol-Promillegrenze beträgt 0,5.

Reisezeiten: Das Wetter ist stark von der jeweiligen Höhenlage abhängig und kann auch von Tal zu Tal schnell wechseln. Im Vergleich zu Österreich ist es in der Schweiz (bei gleicher Höhe) meist ein wenig kühler. Westlich und südlich des Alpenhauptkamms (Genfer See bzw. Tessin) liegen die Temperaturen deutlich höher. Vor allem im Tessin machen sich mediterrane Einflüsse bemerkbar. Dass es in dieser Region besonders im Sommer auch häufiger regnen kann, schreckt weder die Urlauber noch die zahlreichen Ferienhausbesitzer.

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