Skifahren im Januar

Skifahren im Januar in Österreich - © Rainer Sturm / pixelio.de

Skifahren im Januar in Österreich – © Rainer Sturm / Pixelio.de

Ski und Rodel gut: In fast allen europäischen Reiseregionen ist der Januar der kältestete und zugleich neuschneereichste Monat. In manchen unsicheren Skigebieten entscheidet sich jetzt, ob tatsächlich Wintersport möglich ist – oder ob der Winter diesmal ins Wasser fällt. Trotz allgemeiner Klimaerwärmung gibt es insgesamt genügend Reiseziele für den unbebremsten Skispaß.

Die folgenden Ausführungen beruhen auf langjährigen Erfahrungswerten. Das tatsächliche Reisewetter kann von Jahr zu Jahr erheblich abweichen.

Italien: Rund 100 attraktive Skigebiete erwarten den Italienurlauber. Die meisten liegen in der Alpenregion, einige weitere im Gebirgszug Apennin. Ein wahres El Dorado für Skifans ist Südtirol: Gröden und das Hochpustertal sind besonders beliebte Ziele. Südlich an Südtirol schließen sich die Skigebiete der Region Trentino an (zum Beispiel Val di Fiemme). Weiter östlich liegt die Region Venetien mit Cortina d’Ampezzo. Im Westen, entlang der Schweizer Grenze, reihen sich bekannte Orte wie Bormio, Santa Caterina oder Courmayeur.

Spanien: Spanien ist nach der Schweiz das gebirgigste Land Europas. Über 250 Dreitausender-Gipfel gibt es hier. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass in Spanien einige prima Skiregionen den Urlauber überzeugen. Hier kann man südländisches Flair kombinieren mit erstklassigen Sportbedingungen. Ein Geheimtipp, allerdings von Deutschland recht weit entfernt, ist der Gebirgszug Sierra Nevada ganz im Süden des Landes. Die meisten Wintersportler zieht es dagegen in die Grenzregion der spanischen und französischen Pyrenäen.

Frankreich: Tagsüber Skifahren, abends französische Lebensart genießen – dies ist sicherlich eine reizvolle Urlaubs-Kombination. Die grandiose Bergkulisse können die deutschen Fernsehzuschauer auf so mancher Tour-de-France-Übertragung bestaunen. Für Normalsterbliche ist das Fahrrad allerdings das falsche Sportgerät, um sich in den steilen Bergregionen zu bewegen. Im Winter sind die Etappenorte der französischen Alpen (Alpe d’Huez, La Plagne uvm.) oder der Pyrenäen (Tourmalet, Luz Ardiden uvm.) ideale Skigebiete.

Griechenland: Ein exotisches Winterreiseziel ist Griechenland. Nur wenige Deutsche wedeln die Pisten herunter, die von den Bergen Olymp und Parnassos talwärts führen. Im Januar besteht eine gute Chance auf ausreichend Schnee.

Österreich, Schweiz: In den Nord- und Zentralalpen erreicht der Skiwinter im Januar und Februar seinen Höhepunkt. Bei normalen Temperaturverhältnissen sind jetzt vielerorts Talabfahrten möglich. In Regionen, wo es einmal nicht genügend von der weißen Pracht gibt, helfen Schneekanonen nach. Die Lufttemperaturen steigen auch in warmen Gegenden wenig über den Gefrierpunkt, der Schnee ist entsprechend einige Grad kälter und behält seine hohe Qualität. Beispielsweise beträgt die durchschnittliche Höchsttemperatur im österreichischen Kitzbühel (762 Meter über dem Meeresspiegel) plus 1,1 Grad plus und im schweizerischen St. Moritz (1822 Meter) minus 1,8 Grad.

Großbritannien: Wer auf den britischen Inseln Skifahren möchte, sollte am besten ganz in den Norden reisen. Schottland hat fünf Skigebiete, die in der Regel ab Mitte Dezember gute Bedingungen bieten. Mit den Alpen kann Schottland sicherlich nicht mithalten – dafür sind die Abfahrten zu kurz und die Schneesicherheit zu gering. Allerdings kann der Urlauber in den Highlands grandiose Bergpanoramen und selten überfüllte Pisten genießen.

Skandinavien: Zwar gibt es in Norwegen und Schweden auch etliche Möglichkeiten zum Alpin-Skilauf – berühmt ist Skandinavien aber für seine Jahrhunderte alte Langlauf-Tradition. Viele Tausend Loipen-Kilometer durchziehen die Wälder und Berglandschaften. Warme Kleidung ist dabei oberstes Gebot: In den attraktiven Skiregionen Norwegens (zum Beispiel rund um Lillehammer), Schwedens und Finnlands steigt das Thermometer nur selten über die Null-Grad-Grenze. Frostige Höchsttemperaturen von minus 5 Grad sind durchaus üblich und machen Vorfreude auf die warme, kamingeheizte Skihütte.