April – im Süden siegt der Frühling

Reisekalender, Reisewetter im April - © Markus Hein / Pixelio.de

Reisekalender, Reisewetter im April – © Markus Hein / Pixelio.de

Kenner wissen gerade den April als hervorragenden Reisemonat zu schätzen. Die Kombination aus Wärme und ausreichenden Niederschlägen verwandelt so manche südliche Urlaubsregion in ein Blütenmeer. Die Nebensaison-Preise sind moderat, der Urlauber bleibt unbehelligt von den Touristenströmen des Hochsommers. Nur Badefreunde müssen sich gedulden: Das Meer ist weiterhin zu kalt. Wintersportler drängt es derweil in die letzten verschneiten Regionen der Alpen und Skandinaviens.

Die folgenden Ausführungen beruhen auf langjährigen Erfahrungswerten. Das tatsächliche Wetter kann von Jahr zu Jahr erheblich abweichen.

Italien: In Nord- und Mittelitalien zieht im April der Frühling ein. Überall blüht es, die Toskana und die oberitalienischen Seen sind jetzt ein besonderes Erlebnis. In den meisten Südtiroler Orten geht die Skisaison Anfang April endgültig zu Ende. Im Süden, auf Sizilien und Sardinien sind die Temperaturen noch vorsommerlich angenehm. Das Meer ist mit höchstens 15 Grad überall zu frisch zum Baden. Im ganzen Land muss der Urlauber mit ein paar Regentagen rechnen, im Norden mehr als im Süden.

Spanien, Portugal: In Nordwest-Spanien und im Norden Portugals kommt der Frühling nun in Schwung. Bereits im vollen Saft steht er im Zentrum der iberischen Halbinsel, an der Westküste und auf den Balearen. Im Raum Sevilla und an der Costa del Sol klettern die Höchsttemperaturen über sommerliche 20 Grad. Die portugiesische Algarveküste ist kaum kühler. Das Meer lädt trotzdem noch nicht zum Baden ein. Dafür locken in der Nebensaison leere Strände zum Spazierengehen. Etwa bis Ostern sind die Unterkünfte deutlich günstiger. An der nördlichen Atlantikküste kann es unangenehm häufig regnen, selbst im Süden ist der eine oder andere Schauer wahrscheinlich.

Frankreich: In weiten Landesteilen ist es mit rund 16 Grad Höchsttemperatur schon frühlingshaft mild. Das gilt für die Region Paris ebenso wie für Nizza am Mittelmeer und Bordeaux an der Atlantikküste. Kühler ist es im Elsass und vor allem in der Bretagne und der Normandie. Die Regenmengen entsprechen etwa dem, was auch in Deutschland zu erwarten ist. Selbst am Mittelmeer ist ein Badeurlaub nicht zu empfehlen, da sich das Wasser erst langsam aufheizt. In den Höhenlagen der Alpen, zum Beispiel bei Charmonix, ist Skifahren bis in den April hinein möglich.

Griechenland: In kaum einer europäischen Region kommt der Sommer so früh wie in Griechenland. Im April steigt das Thermometer vielerorts auf über 20 Grad. Nach dem Ende der winterlichen Hauptregenperiode sind die zu erwartenden Regenmengen regional recht unterschiedlich. Sommerlich trocken ist es beispielsweise in Athen und auf Kreta. Bei Wassertemperaturen um 16 Grad haben selbst hartgesottene Badefreunde kaum Spaß. Wer allerdings den Touristenmassen ebenso entgehen will wie der Sommerhitze, kommt im April gerade zur rechten Zeit.

Österreich, Schweiz: In den Tälern und mittleren Höhenlagen ist die Wintersaison bereits beendet. In Wien zieht ebenso der Frühling ein wie im Tessin und in Kärnten. Dagegen sind in zahlreichen Gebieten mit 1.500 oder 2.000 Meter Höhe die Skilifte auch den April über in Betrieb. Im Tessin können erhebliche Regenmengen fallen, ansonsten liegen die Niederschläge auf deutschem Niveau.

Großbritannien, Irland: Das Temperaturniveau liegt etwa bei 11 bis 12 Grad, was im mitteleuropäischen Vergleich Durchschnitt ist. Etwas wärmer ist es in London. Außerdem sind im April die Smogwerte in der britischen Hauptstadt oft geringer als im Rest des Jahres. Sowohl in Großbritannien als auch in Irland regnet es im April weniger als in anderen Monaten – ein weiteres Argument für diesen Reisemonat.

Norwegen, Schweden, Finnland: Für Urlauber in Finnland sowie in den größten Teilen Norwegens und Schwedens ist der April ein idealer Skimonat. Es ist weiterhin ausreichend Schnee vorhanden, die Tage sind wieder länger und der klirrende Winterfrost klingt ab. Nur in den Küstenregionen liegen die Tiefsttemperaturen bereits über dem Gefrierpunkt.