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Skigebiet Arlberg - Die Wiege des Skilaufs?

"Die Wiege des Skilaufs" - mit diesem sehr gewagten Slogan wirbt die Arlberg Skiregion um St. Anton und Lech-Zürs um Gäste. Natürlich wagt sich kaum jemand diese kühne Behauptung zu verifizieren. Dies ist auch gar nicht nötig. Fest steht, dass der Verbund Ski Arlberg eines der meistbesuchten Skigebiete der Alpen ist.

Mit der offiziellen Angabe von 456 Pistenkilometern, die durch 43 Liftanlagen erschlossen werden, erklärt sich der Skiverbund Arlberg selbst zum größten Skigebiet Österreichs. Doch auch diese Aussage ist mit Vorsicht zu genießen, da die Pisten von Lech-Zürs und das Teilgebiet St. Anton am Pistenplan zwar wie ein einziges Skigebiet wirken, es aber keine Verbindung zwischen den Teilgebieten gibt. Für den Skifahrer bedeutet das ganz einfach, dass man den kostenlosen Skibus oder das eigene Auto bemühen muss, um von Lech nach St. Anton zu kommen. Wenn man es ganz genau nimmt, ist also nicht der Arlberg das größte Skigebiet Österreichs, sondern die Skiwelt Wilder Kaiser Brixental (bei Kufstein). In der Praxis ist das aber kein Nachteil für den Arlberger Skiverbund. Die Skipässe sind sowohl in St. Anton als auch in Lech-Zürs gültig, und die einzelnen Teilgebiete bieten auch alleine so viel Abwechslung, dass es sich ohnehin lohnt mehrere Tage zu bleiben.

St. Anton und Lech-Zürs schnitten im Test bei skigebiete-test.de für alle Könnerstufen sehr gut ab. Jedoch kann man durchaus sagen, dass St. Anton das anspruchsvollere der beiden Teilgebiete ist. Besonders die Hänge am 2185 m hohen Galzig und die Freeride-Abfahrten von der 2811 m hohen Valluga (Achtung: Die Abfahrt ist hier teilweise nur mit Bergführer erlaubt) sind ein echtes Highlight für sehr gute Skifahrer. Anfängern hingegen ist das etwas ruhigere Gebiet um St. Christoph oder die sanften Hänge in Oberlech zu empfehlen.

Bleibt nur noch die Frage nach der richtigen Unterkunft für den Skiurlaub. Während sich Lech sehr vornehm und sogar etwas elitär präsentiert, hält sich das jüngere Publikum vorwiegend in St. Anton auf. Allerdings muss man sagen, dass die Hotels in St. Anton am Arlberg nur unwesentlich günstiger sind als in Lech. Allerdings kann man auch hier, wie in allen Skigebieten der Alpen, auf günstigere Privatvermieter etwas außerhalb der Ortschaften zurückgreifen um Geld zu sparen.

Für die Anreise aus Deutschland ist die Inntalautobahn die einzige Möglichkeit. Je nachdem ob die Anreise über München erfolgt oder über Ulm, wählt man entweder die Route über Innsbruck oder über Dornbirn. Eine Warnung an alle, die denken, sie könnten die Route abkürzen, wenn sie die Bundesstraße über Warth nehmen: Auch wenn die Liftanlagen in Lech von Warth aus schon zu sehen sind, muss man trotzdem den Umweg um das Arlberg-Massiv fahren, da die Bundesstraße 198 zwischen Warth und Lech im Winter permanent wegen Lawinengefahr gesperrt ist.

Autor: Martin Bauer


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