Urlaub in der Region UmbrienUmbrien liegt zwischen der Toskana und den Marken. Die Region ist ein Landfleck inmitten einer wundervollen Umgebung, in dem sich die Geschichte der Menschen mit der natürlichen Landschaft und ihren Reichtümern überschneidet. Bei einer Reise durch Umbrien trifft man auf viele bildhübsche mittelalterliche Städtchen, in denen es eine ganze Menge zu entdecken gibt. In der Provinz von Perugia, zum Beispiel, befindet sich die einstige Etruskerstadt Bettona. Das Städtchen wird von einer 1000 Meter langen, teils etruskischen, teils mittelalterlichen Umfassungsmauer mit Wachtürmen, Bollwerken und Zugbrücke eingeschlossen. Von der Stadtmauer aus überblickt man Tal und Ebene. Mit einem einzigen Blick umfaßt man die dunklen und weichen Linien der Hügel in ihren, ja nach Jahreszeit, stärker kontrastierenden oder helleren Grüntönen. Die Friedlichkeit dieses Anblicks wird von den Gehöften und den umliegenden Orten verstärkt: Assisi am Subasio, Spello, Santa Maria degli Angeli und am Horizont verschwindet Perugia. Bettona hat heute ungefähr 3600 Einwohner. Das Städtchen stammt von den Etruskern, die von der guten Lage angelockt wurden und sich am linken Tiberufer im Gebiet der Umbrier niederließen. Aus diesem Zeitalter stammen zahlreiche archäologische Funde und die mächtige unversehrte, etruskische Stadtmauer mit den alten Toren. Zudem bietet das Städtchen viele Aussichtspunkte, von denen man aus das ganze Tal überblicken kann. Die Restaurants und Gaststätten von Bettona bieten das Beste einer einfachen aber doch schmackhaften Küche. Die Spezialität der Gegend ist die "porchetta", eine Art Spanferkel. Etwas weiter liegt Bevagna. Römische Friesen und Säulen verleihen dem mittelalterlichen Städtchen einen schönen Glanz. Die ersten geschichtlichen Berichte über Bevagna stammen aus der Zeit der römischen Eroberung Umbriens. Im oberen Stadtteil befinden sich die wichtigsten römischen Denkmäler. Nicht weit vom Forum entfernt stößt man auf die Überreste eines Tempels aus dem II. Jahrhundert v. Chr. In der Nähe findet man ein Thermalbad mit einem Mosaik aus weißen und schwarzen Mosaiksteinen mit einem Seemotiv aus dem II. Jahrhundert n. Chr. Die mittelalterliche Piazza aus dem XII. und XIII. Jahrhundert, die sich im Herzen der Stadt befindet, unterstreicht die Vorherrschaft der Gemeinde über Kirche und Papst. Vom oberen Teil der Stadt sieht die fruchtbare von Straßen und Wasserläufen umgebene Ebene wie ein buntes Mosaik aus, in dem sich Weizen-, Mais- und Tabakfelder abwechseln. Auf den Hügeln befinden sich Weinstöcke und Olivenhaine. Wälder mit mediterraner Flora runden das herrliche Panorama ab. Reisetipp-Autor: Agathe Freudenstein Sie suchen ein Ferienhaus in Italien? Bei tourist-online.de werden Sie fündig. |
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