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Wasserkunst in Hannover-Herrenhausen


Die heute erhaltene Anlage der Wasserkunst stammt aus dem Jahr 1863. Bis 1956 sorgte sie für die Wasserzufuhr des Großen Gartens. Große gusseiserne Schaufelräder hoben das Wasser aus der Leine. Bis heute ist die Anlage noch funktionstüchtig und wird zu Führungen in Betrieb gesetzt.

Seit Anbeginn des Großen Gartens stellte sich die Herausforderung, für eine stetige Wasserversorgung der Anlagen zu sorgen. Vor allem galt es den notwendigen Druck für die Wasserspiele, insbesondere für die Große Fontäne, zu erzeugen. Trotz größter Bemühungen gelang den Fontänenmeistern des Hofes kein entscheidender Durchbruch.

Die Lösung fand erst 1720 der englische Ingenieur Sir Benson mit seiner "Englischen Wassermaschine". Zunächst legte man ein Wehr an, das die Leine über drei Meter hoch aufstaute. Oberhalb des Wehrs zweigte man den "Ernst-August-Kanal" ab. Über diesem Kanal ließ Benson sein Wasserhebewerk aus Eichenholz errichten - fünf Wasserräder, die 40 Pumpen in Betrieb hielten. Endlich konnte Pierre la Croix die Große Fontäne in Funktion setzen. Über Bleirohre direkt von der Wasserkunst gespeist, erreichte ihr Strahl 36 Meter. Die Bensonsche Anlage sollte insgesamt 140 Jahre in Betrieb bleiben.





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