Schloss Herrenhausen - Portal der ehemaligen Schlosstreppe
Die hufeisenförmige Anlage des Herrenhäuser Schlosses wurde 1943 durch Bomben zerstört. Erhalten geblieben sind nur das Portal der Schlosstreppe sowie die Begrenzungen der beiden Schlosshöfe. Das Gartenrestaurant befindet sich heute an der Stelle der ehemaligen Schlossküche. Vorläufer des Schlosses war das Vorwerk Haringehusen. Von 1665 bis 1675 wurde es zu einem Lusthaus umgebaut und im Jahr darauf zu einer dreiflügeligen Schlossanlage erweitert. Nun bildeten die Grotte und die Große Kaskade die Kopfbauten der Seitenflügel. Bis 1706 erweiterte der Architekt Quirini den Fachwerkbau, 1821 gestaltete ihn der Baumeister Laves klassiszistisch um. Das äußerlich eher bescheidene Schloss diente dem welfischen Herrscherhaus als Sommersitz bis 1714, dem Beginn der englisch-hannoverschen Personalunion. Zuletzt residierte hier König Georg V. von 1857 bis 1866. In den Nachkriegsjahrzehnten hat man den Wiederaufbau des Schlosses sowie mögliche Ersatzbauten kontrovers diskutiert, jedoch nie verwirklicht. Besonders umstritten war das "Bella Vista"-Projekt des dänischen Architekten Arne Jacobsen, eine Aussichtstribühne 21 Meter über dem Gartenniveau. |
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