Mai – der Wonne-Reisemonat

Reisemonat Mai Reisewetter - © Jo3rch / Photocase.de

Blumenwiese im Reisemonat Mai – © Jo3rch / Photocase.de

Fast ganz Europa lädt im Mai zum Reisen ein. Abgesehen von Nord-Skandinavien ist der Winter überall gewichen. In südlichen Regionen nimmt die Regengefahr jetzt deutlich ab. Die Sonne scheint länger und intensiver, ist aber noch zurückhaltend genug für hitzeempfindliche Menschen. Einzig die Badetemperatur des Meerwassers lässt weiter zu wünschen übrig. Aber wer auf warme Fluten verzichten kann, wird belohnt durch grüne Landschaften und moderate Nebensaison-Preise.

Die folgenden Ausführungen beruhen auf langjährigen Erfahrungswerten. Das tatsächliche Reisewetter kann von Jahr zu Jahr erheblich abweichen.

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Italien: Fast überall in Italien klettern die Höchsttemperaturen nun über sommerliche 20 Grad. Die landesweiten Unterschiede sind gering. Nur in Südtirol kann das Thermometer gelegentlich auf einstellige Minimalwerte fallen. In der Nordhälfte des Reiselandes nehmen – im Vergleich zum April – die Niederschläge leicht zu, ohne dabei unangenehm zu werden. Das Meer ist im Mai an der Adria am wärmsten. Die 20 Grad, die in der Region von Rimini erreicht werden, sind europaweit Spitze.

Spanien, Portugal: Ebenso wie in Italien, wird es auch auf der iberischen Halbinsel sommerlich. Nur im Norden bleibt das Thermometer noch unter der 20-Grad-Marke. Auf eine frische Meeresbrise mit Temperaturen um 17 Grad muss sich der Urlauber an der Nordwest-Küste (La Coruna) einstellen. Fast 10 Grad wärmer ist es bereits im südlichen Andalusien, vor allem im Raum Sevilla. Wer die Sommerhitze scheut, sollte also spätestens im Mai in diese Regionen aufbrechen. Sehr unterschiedlich sind jetzt die Regenmengen. Wer auf einen Schirm verzichten möchte, sollte Nordportugal und Spanien nördlich von Barcelona meiden.

Frankreich: Die Wetterbedingungen in unserem benachbarten Reiseland sind im Mai deutlich zweigeteilt. In den meisten Landesteilen ist es bei rund 20 Grad frühsommerlich warm. Das gilt nicht nur für das Mittelmeer und die südliche Atlantikküste, sondern auch für das Binnenland mit der Hauptstadt Paris. Jetzt ist Zeit für einen Frühlingsbesuch in der französischen Metropole! Rund fünf Grad kühler ist es an der nördlichen und nordwestlichen Küste, zum Beispiel in der Bretagne und der Normandie. Die Regenrisiko unterscheidet sich in ganz Frankreich kaum vom deutschen Niveau.

Griechenland: Wer den Sommer gar nicht abwarten kann, ist in Griechenland genau richtig. Die Höchsttemperaturen steigen auf dem Festland und den Inseln auf rund 25 Grad, auch die Nächte sind bereits angenehm mild und es regnet nur noch selten. Das Meer braucht dagegen länger, bis es sich aufgeheizt hat: Am wärmsten ist es bei der Insel Rhodos mit maximal 19 Grad. Jetzt ist die ideale Zeit für Sightseeing im Stammland der Antike.

Österreich, Schweiz: Die Alpen sind jetzt in der Nebensaison ein absolutes Paradies für Wanderfreunde. Tagestemperaturen knapp unter der 20-Grad-Marke (in Österreich etwas wärmer als in der Schweiz) erleichtern die Anstiege und erlauben den vollen Naturgenuss. Die Nächte sind allerdings noch recht frisch und in großen Höhenlagen kann es weiterhin frostig werden. Ein warmer Pullover sollte daher im Rucksack nicht fehlen. Im Schweizer Kanton Tessin erreicht der Niederschlag sein Jahresmaximum.

Großbritannien, Irland: Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, auf den britischen Inseln würde sehr viel Regen fallen. Tatsächlich regnet es häufig, dafür aber nicht intensiv. Sieht man von einigen Landstrichen an den Westküsten Großbritanniens und Irlands ab, ist die gesamte Niederschlagsmenge geringer als in vielen anderen Staaten. So ist auch der Mai deutlich trockener als in Deutschland. Das Temperaturniveau ist mit 14 bis 17 Grad etwas niedriger als bei uns.

Norwegen, Schweden, Finnland: Im südlichen Skandinavien beginnt etwa im Mai die Reisesaison. Die Tageshöchsttemperaturen steigen im Monatsverlauf schnell an und liegen im Mittel etwa bei 15 Grad. Die Nächte sind oft kalt, was aber den Vorteil hat, dass keine Mückenschwärme zu befürchten sind. Nordskandinavien und die Bergregionen sind den meisten Reisenden noch zu kalt.

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