![]() Ganz schön übel: die ReisekrankheitEtwa jeder zehnte Mensch ist sehr empfindlich für die Reisekrankheit, die im medizinischen Fachjargon Kinetose genannt wird. Die Symptome dieses "Bewegungsschwindels" sind ebenso eindeutig wie unangenehm: Fährt der Betroffene in einem Auto oder einem anderen Fortbewegungsmittel, stellen sich Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Übelkeit bis zum Erbrechen ein. Einige einfache Verhaltensregeln können dieses Unwohlsein linden. Medikamente sollten nur in schweren Fällen eingesetzt werden. Ursachen der ReisekrankheitDie Wurzel des Problems sind Sinneseindrücke, die sich scheinbar widersprechen und so Irritationen im Gehirn auslösen. Beispiel Autofahrt: Während das im Ohr angesiedelte Gleichgewichtsorgan signalisiert, dass sich der Körper in einer Ruheposition befindet, meldet das Auge eine schnelle Fortbewegung. Insbesondere bei Kurvenfahrten treten Beschleunigungen auf, die das Gehirn nicht ohne Weiteres zuordnen kann. Kinder sind anfälligBesonders stark betroffen sind Kinder zwischen 2 und 12 Jahren. Sie können die gegenläufigen Informationen oft nur ungenügend verarbeiten. Wird der Mensch älter, setzen meist Anpassungsprozesse ein: Das Gehirn lernt aus Erfahrung, welche unterschiedlichen Reize eine Autofahrt auslöst. Die Symptome der Reisekrankheit werden dann milder oder klingen ganz ab. Im Erwachsenenalter leiden Frauen häufiger unter Bewegungsschwindel als Männer. Auch genetische Faktoren (Vererbung) scheinen eine Rolle zu spielen. Besonders ängstliche Menschen sind häufiger betroffen als psychisch stabile. Und so können Sie der Reisekrankheit Paroli bieten:
(Foto: © Klickweltmeister / PHOTOCASE) |
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