Reisedurchfall vorbeugen und behandeln

Bauchschmerzen und Reisedurchfall – © Stefanie Hofschlaeger

Die wahrscheinlich häufigste Urlaubserkrankung ist der Reisedurchfall. Während „Montezumas Rache“ und seine Verwandten in tropischen Regionen besonders heftig zuschlagen, sind mildere Verläufe auch in Südeuropa häufig. Wenigstens jeder zehnte Urlauber, der den sonnigen Süden unseres Kontinents bereist, muss mit lästigem Durchfall und Übelkeit rechnen. Lesen Sie hier, wie Sie dem Reisedurchfall begegnen können.

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Wie entsteht Reisedurchfall?

Die Auslöser der Erkrankung können vielfältig sein, zum Beispiel Kolibakterien, Viren, Einzeller oder Salmonellen. Diese geraten meist mit verunreinigtem Trinkwasser oder Nahrungsmitteln in den menschlichen Körper. Die Erreger vermehren sich im Darm, wo sie direkt oder mit ihren Abfallstoffen die Darmwand schädigen. Die Folge sind mehr oder weniger starke Flüssigkeitsverluste.

Während die einheimische Bevölkerung gegen viele der Keime eine Immunität entwickelt hat, sind die Erreger für die Urlauber unbekannt und wirken daher intensiver. Typischerweise beginnt der Reisedurchfall Mitte der ersten bis Anfang der zweiten Urlaubswoche und hält einige Tage an. In dieser Zeit ist das Reisevergnügen häufig getrübt, wirklich gefährlich ist die Erkrankung allerdings nur für Säuglinge, alte oder geschwächte Menschen.

Brisanter ist die Lage, falls eine Tropenkrankheit wie Cholera, Typhus oder Malaria der Auslöser des Durchfalls ist. Der Flüssigkeits- und Salzverlust kann dann sogar lebensbedrohend sein.

Reisedurchfall behandeln

Eine simple Durchfallerkrankung heilt in der Regel von alleine aus, wenn der Patient genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, das eigene Wohlbefinden zu steigern und die Leidenszeit abzukürzen. In Frage kommen hier sogenannte Peristaltikhemmer wie Loperamid. Diese auch in Online-Apotheken wie shop-apotheke.com rezeptfrei erhältlichen Präparate verringern die Darmaktivität. Laut Experten hat dies aber den Nebeneffekt, dass die schädlichen Keime länger im Darm verweilen, sodass nur eine kurzfristige Einnahme sinnvoll sei.

Eine andere Strategie verfolgen Medikamente wie die häufig verwendete Aktivkohle. Sie hemmen die übermäßige Wasserausscheidung auf direktem Wege, tragen aber nichts zur ursächlichen Krankheitsbekämpfung bei. Außerdem stehen Probiotika zur Verfügung, die die angegriffene Darmflora wiederherstellen sollen.

In schweren Fällen – vor allem bei Verdacht auf eine Tropenerkrankung – muss auf jeden Fall ein Arzt hinzugezogen werden. Er kann mit Antibiotika einschreiten und den Flüssigkeitsverlust notfalls mittels Infusion ausgleichen.

Magen-Darm-Problemen vorbeugen

Da vor allem verunreinigtes Trinkwasser zum Problem werden kann, sollte man in tropischen Regionen möglichst nur verschlossene Wasserflaschen verwenden. Alles Wasser, das mit Nahrungsmitteln in Berührung kommt, sollte zuvor abgekocht werden. Vorsicht ist auch am Hotelbuffet geboten. Nicht ausreichend gekühlte Lebensmittel oder Eierspeisen können unter dem Einfluss der hohen Außentemperaturen schnell verderben oder zur unsichtbaren Brutstätte gefährlicher Keime werden.

In manchen Regionen ist es sinnvoll vor Reisebeginn Impfungen vorzunehmen oder eine Malaria-Prophylaxe durchzuführen. In diesen Fällen ist die Beratung durch einen spezialisierten Tropenmediziner ratsam.

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