Vorsicht Quallen

Extrem giftig: Portugiesische Galeere – Foto Karsten Bruch

Immer häufiger melden die Mittelmeerländer Quallenplagen an ihren Stränden. Vor allem Spanien, aber auch Italien ist immer wieder betroffen. Jedes Jahr kommen tausende von Urlaubern in den schmerzhaften Kontakt mit dem Nesselgift. In deutschen Gewässern ist die rote oder blaue Feuerqualle verbreitet. Wir sagen Ihnen, was Sie tun können, um die Folgen eines Quallenbisses zu lindern.

Die Chance, einer Qualle im Meer auszuweichen, ist leider recht gering. Die galertartigen, durchscheinenden Tiere sind im Wasser sehr schwer zu erkennen. Meist reicht eine Berührung der langen Tentakeln, um einen brennenden Schmerz auszulösen. Schuld sind die unzähligen Nesselzellen, die die Tentakeln und manchmal auch den Körper der Quallen besetzen. Bei Berührung dringen die Zellen in die menschliche Haut ein und entladen dort Ihr Gift.

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Unangenehm, aber meist harmlos

In den europäischen Küstengewässern sind lebensgefährliche Quallenarten wie die Portugiesische Galeere nur selten anzutreffen. Dass dennoch vereinzelt Menschen an einem Quallenbiss einer harmloseren Art sterben, liegt an einer individuellen allergischen Reaktion gegen das Gift. Wenn Sie also im Wasser einen schmerzhaften Kontakt haben, müssen Sie nicht um Ihr Leben fürchten. Allerdings sollten Sie sofort an den Strand zurückschwimmen, um eine Behandlung einzuleiten.

Ganz wichtig ist, dass Sie auf keinen Fall die verletzte Stelle mit der bloßen Hand berühren oder gar die Qualle anfassen. Auf Ihrer Haut befinden sich zahlreiche unzerplatzte Nesselzellen. Wenn Sie diese aktivieren, wird das Problem schnell noch schlimmer.

Das ist eine sinnvolle Erstbehandlung:

  • Spülen Sie die Haut gründlich mit Wasser ab. So entfernen Sie viele haften gebliebene Tentakeln und Nesselzellen.
  • Dann lassen Sie die betroffene Stelle trocknen und reiben sie anschließend mit trockenem Sand ab.
  • Ein bewährtes Hausmittel, mit dem Sie die Haut ebenfalls abreiben können, ist Essigwasser. Tränken Sie einen Lappen mit dem Essig und entfernen Sie damit die Nesselzellen.
  • Sehr gut hilft auch Rasierschaum: Haut einsprühen, Schaum trocknen lassen und dann mit einem stumpfen Gegenstand abreiben.
  • Kleinere Rötungen und anhaltender Juckreiz sind nach einem Quallenbiss normal. Sollten sich die Beschwerden allerdings verstärken, Kreislaufprobleme oder Entzündungen auftreten, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

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