PS-Power: Kundensport statt Autobahn

Illegale Rennen in Innenstädten, mit Tempo 250 über die Autobahn – groß scheint der Wunsch zu sein, den eigenen Boliden endlich mal richtig „ausfahren“ zu können. Wesentlich vernünftiger ist es aber, das persönliche Können beispielsweise auf dem Nürburgring auszuprobieren. Und wer das notwendige Kleingeld hat, für den gibt es den sogenannten Kundensport, eigens ausgelegte Rennserien mit Beteiligung von Hobbyfahrern.

Nürburgring

Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings – Maclatz / pixelio.de

Touristenfahrt auf dem Nürburgring

Schon auf dem legendären Nürburgring merkt man recht schnell, ob man einen Spritzer „Benzin im Blut“ hat. Gut 20 Kilometer ist die Nordschleife lang, die sich durch über Berg und Tal durch die schöne Eifel windet. Für die Landschaft haben viele Fahrer allerdings keinen Blick, denn schließlich gilt es das eigene Auto unter Kontrolle und den Verkehr im Blick zu haben. Wem es noch mehr auf den High-Speed ankommt, der auf der Grand-Prix-Strecke das Gaspedal durchdrücken. Gut 5 Kilometer ist diese Strecke lang und hat mehrere lange Geraden, auf denen sogar Formel-1-Autos auf Touren kommen. Für Touristenfahrer gilt zwar freie Fahrt, aber doch die Straßenverkehrsordnung.

Dass solche Fahrten für Mensch und Material eine Belastungsprobe sind, versteht sich von selbst. Gerade wenn man sich mit Ferrari, Maserati, Porsche oder einem ähnlich edlen Wagen auf die Strecke wagt, müssen Leistung UND Sicherheit stimmen. Bei der Vor- und Nachbereitung ist der Autoschrauber im eigenen Stadtteil nur bedingt eine Hilfe. Stattdessen sollte man sich beispielsweise einer spezialisierten Porsche-Werkstatt anvertrauen, die sich mit den besonderen Anforderungen auskennt.

Ab mit Lizenz

Wer vom Nürburgring „angefixt“ ist und Lust auf mehr bekommen hat, dem steht prinzipiell eine ganze Reihe von Rennserien offen. Beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) kann sich der Rennfahrer in spe über die Bedingungen informieren. Nur so viel: Einsteigerlizenzen erfordern nur geringe Voraussetzungen und kosten kaum mehr als 100 Euro pro Jahr. Will man allerdings in der Hierarchie nach oben kommen, sind gute Resultate in unteren Klassen gefragt – was den Weg dann doch schwierig macht.

Apropos teuer und schwierig: Als Premiumangebote haben einige Hersteller eigene Rennserien aufgelegt. Die Rennen dienen dem Eigenmarketing, ermöglichen es aber auch Hobbyfahrern sich mit Promis und (ehemaligen) Profis zu messen. Die Traumziele sind ADAC GT Masters, GT3, GT4, Porsche Carrera Cup, Audi R8 LMS Cup, diverse 24-Stunden-Rennen und einige mehr. Neben einer erheblichen Fahrerfahrung und der passenden Lizenz ist hier allerdings das nötige Kleingeld gefragt. Will man sich als Paydriver in einen perfekt vorbereiteten Markenboliden setzen, reichen die Gebühren von gut 1000 Euro bis zu mehreren Zehntausend Euro – pro Veranstaltung selbstverständlich.

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