Outdoor mit dem Auto?

Rafting / Outdoor - © Helmut Störzer / Pixelio.de

Rafting / Outdoor – © Helmut Störzer / Pixelio.de

Zweifellos ist das „Outdoor“-Reisen einer der wichtigen Urlaubstrends unserer Zeit – auch wenn sich der Verdacht, der Begriff sei verkaufsfördernd aufgebläht, nicht völlig entkräften lässt. Laut Definition des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) zählen sogar Städtereisen zu den Outdoor-Aktivitäten. Autoreisen werden von der Definition zu Recht nicht eingeschlossen, auch wenn das Auto paradoxerweise ein wichtiges Reisemittel für Naturfreunde ist.

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Was ist Outdoor?

Immer wenn sich Menschen im Freien bewegen und sich mit der Natur auseinandersetzen, lässt sich mit gewissem Recht von „Outdoor“ sprechen. Die Grade dieser Auseinandersetzung können in der Praxis sehr unterschiedlich sein: vom Survival-Training, das die menschliche Existenz an ihre Grenzen bringt, über Trekking-Touren bis hin zum gemütlichen Wandern reichen die Möglichkeiten. Entscheidend ist die Hauptaktivität und weniger die Unterkunftsart. Auch wer auf einer Bergwanderung lieber in festen Hütten übernachtet als in einem Zelt, darf sich selbstverständlich zu den Outdoor-Reisenden zählen.

Aus der Sicht von auto-reise-welt.de ist die Grenze zu einer „normalen“ Reise dann überschritten, wenn ein Hotelurlauber in klassischer Weise eine Stadt besichtigt, einen Badeurlaub oder eine gemütliche Autorundfahrt unternimmt. Gelegentlich „draußen“ zu sein, ist kein ausreichendes Kriterium.

Was kann man von organisierten Outdoor-Touren erwarten?

Ebenso vielfältig wie die Reiseformen, die sich unter dem Oberbegriff „Outdoor“ summieren, ist das kommerzielle Tourenangebot. Wer mag, kann in Frankreich Kanufahren, in den Alpen Mountainbiken oder im Himalaya die ultimative Herausforderung suchen. Ein zentrales Reise-Element ist meistens die sportliche Fortbewegung durch die Natur. Und so sind die Teilnehmer beispielsweise zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf Inlinern, mit dem Boot, dem Ballon oder sogar mit dem Motorrad unterwegs.

Bei der Auswahl einer Tour sollte der Urlauber (neben den üblichen Preis-Leistungs-Abwägungen) möglichst darauf achten, dass…

  • die Teilnehmer ausreichend versichert sind,
  • die Reiseleitung ausreichend Ortskenntnis und deutsche Sprachkompetenz besitzt,
  • das Personal des Veranstalters über die notwendigen Qualifikationen verfügt (z.B. Tauchschein, Erste-Hilfe-Ausbildung),
  • alle wichtigen Reiseleistungen im Preis inbegriffen sind, sodass keine Kostenfallen lauern,
  • die körperlichen Anforderungen an die Teilnehmer realistisch dargestellt sind,
  • das Reiseprogramm ausreichend Ruhetage und Zeiten zur freien Verfügung vorsieht.

Bei erheblichen Unklarheiten sollte man den Veranstalter vor einer verbindlichen Buchung persönlich befragen.

Anreise – vor allem mit dem Auto

Die meisten Touren starten nicht vor unserer städtischen Haustür, sondern in Gegenden mit besonderem Naturpotenzial – also dort, wo es entweder außergewöhnlich schön ist und/oder ungewöhnliche Herausforderungen auf die Teilnehmer warten. Die Anreise zum Startort ist meist „individuell“, bleibt also den Urlaubern selbst überlassen. Und da viele dieser Orte abseits der Flughäfen liegen, ist die Anreise per Auto oft die erste Wahl. In diesem Sinne ist eine Outdoor-Reise zwar naturverbunden, aber nicht unbedingt ökologisch.

Für die Anreise innerhalb Deutschlands sollte man darauf achten, dass das Parken in der freien Natur ebenso verboten ist wie auf öffentlichen Grünflächen. Wer also sein Auto statt auf einem ausgewiesenen Parkplatz einfach im Wald oder auf einer Wiese abstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. In anderen Ländern werden derartige Parkvergehen meist weniger streng verfolgt.

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