Gefahr im Nebel / Scheinwerfer an

Schlechte Sicht bei Nebel - © Aksel / Pixelio.de

Schlechte Sicht bei Nebel – © aksel / Pixelio.de

Besonders im Herbst und im Frühling behindert Nebel den Straßenverkehr. Spätestens wenn die Sicht unter 100 Meter sinkt, ist größte Vorsicht angebracht. Aber woher kommt der lästige Nebel überhaupt – und wie fährt man dennoch sicher ans Ziel? Auto-reise-welt.de gibt Ihnen wichtige Tipps.

So entsteht Nebel

Die größte Nebelgefahr droht nach klaren, unbewölkten Nächten im Winterhalbjahr. In solchen Nächten kühlt die Luft besonders stark ab. Je kühler sie wird, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Wird eine bestimmte Temperatur unterschritten, kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf und es bilden sich feine Nebeltröpfchen.

Solange die Sonne tagsüber noch kräftig genug ist, löst sie den Nebel schnell auf. Ist sie zu schwach, hält er sich manchmal den ganzen Tag über. Besonders nebelgefährdet sind kühle Senken und wasserreiche Gegenden, zum Beispiel in der Nähe von Flüssen und Seen.

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Wann wird es kritisch?

Das menschliche Auge nimmt den Nebel meist erst dann deutlich wahr, wenn die Sichtweite unter 300 Meter beträgt. Ab 150 Metern ist die Sicht ernsthaft behindert, sodass auch auf Autobahnen Tempo 100 zu empfehlen ist. Mit steigender Nebeldichte sinkt die ratsame Höchstgeschwindigkeit weiter ab: Bei 100 Metern Sicht auf maximal 80 km/h, bei 50 Metern auf 50 bis 60 km/h.

Die aktuelle Sichtweite lässt sich einigermaßen gut mit Hilfe der Leitpfosten abschätzen: Die seitlichen Markierungen an Autobahnen und Landstraßen haben etwa einen Abstand von 50 Metern zueinander. Wer also gerade von einem bis zum nächsten Leitpfosten sehen kann, befindet sich definitiv im kritischen Bereich und sollte die Geschwindigkeit erheblich drosseln.

Die richtige Beleuchtung / Nebel-Scheinwerfer

Für eine erhöhte aktive und passive Sicherheit sorgen Nebelschlussleuchten und Nebelscheinwerfer. Nebelschlussleuchten sind seit vielen Jahren in Deutschland Pflicht. Sie strahlen nach hinten ein sehr helles Licht ab, das Auffahrunfälle verhindern soll. Damit nachfolgende Autofahrer nicht unnötig geblendet werden, darf die Schlussleuchte erst bei einer Sicht unter 50 Metern eingeschaltet werden – ansonsten droht ein Bußgeld. Dagegen muss in unserem Nachbarland Belgien das Licht bereits bei einer Sicht unter 100 Meter eingeschaltet sein.

Auch die Nebelscheinwerfer dürfen erst zum Einsatz kommen, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern. Wer bei erträglicher Sicht dieses Zusatzlicht betätigt, blendet den Gegenverkehr. Ist der Nebel wirklich sehr dicht, sollten die Scheinwerfer gemeinsam mit dem Standlicht angeschaltet werden. Das normale Abblendlicht kann dann aus bleiben, da es wenig effektiv ist und zudem an den Nebeltröpfchen reflektiert und den Fahrer selbst blendet.

Automatische Regelsysteme, die ohne den Einfluss des Fahrers die Beleuchtung regeln, sind bei Nebel weitgehend untauglich. Daher sollte die Lichtautomatik ausgeschaltet werden.

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