Mitfahrzentralen: die schlaue Art zu reisen

Daumen hoch fürs Mitfahren - © Niko Korte  / pixelio.de

Daumen hoch fürs Mitfahren – © Niko Korte / Pixelio.de

Noch bis Anfang der achtziger Jahre waren Mitfahrzentralen ein Nischenangebot für Studenten und „Alternative“. Heute hat sich diese preisgünstige Reiseform bei einem breiteren Nutzerkreis etabliert. Das Prinzip ist einfach: Einerseits haben Autofahrer freie Plätze, andererseits suchen Reisewillige eine billige und zugleich sichere Mitfahrgelegenheit.

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Gratis-Vermittlung im Internet

Spezielle Online-Plattformen wie BlaBlaCar oder Drive2Day vermitteln Reisen ins In- und Ausland. Diese Internetanbieter haben die stationären Anlaufstellen in Großstädten weitgehend verdrängt. Der Abrechnungsmodus ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. In der Regel wird pro Fahrt eine kleine Vermittlungsgebühr von wenigen Euro fällig. Manche werbefinanzierten Angebote sind sogar kostenlos. Die Kostenaufteilung der gemeinsamen Reise wird entweder vom Autofahrer vorgegeben oder zwischen Autofahrer und Mitreisenden frei ausgehandelt.

Per Mausklick kann man also nach Mitfahrer- und Fahrerinseraten für ganz Europa suchen. Noch flexibler und praktischer sind die Handy-Apps, die von den großen Plattformen angeboten werden.

Viele Vorteile

Im Gegensatz zum früher so beliebten Trampen bieten Mitfahrzentralen eine ungleich höhere Sicherheit: Fahrer und Mitfahrer sind namentlich bekannt, Belästigungen oder andere Übergriffe daher so gut wie ausgeschlossen. Und wenn Frau ganz auf um Nummer sicher gehen möchte, lässt sie nur Frauen mitfahren… Um das finanzielle Risiko des Fahrers bei einem Unfalls zu beschränken, sollten die Mitreisenden eine so genannte Haftungsbeschränkungserklärung unterzeichnen.

Weitere Tipps und Informationen stellen die jeweiligen Mitfahrzentralen zur Verfügung. Der wichtigste Rat ist sicherlich, dass Fahrer und Mitreisender vor Fahrtantritt alle Modalitäten genau absprechen und für den Notfall Handynummern austauschen sollten. Auf diese Weise bleiben beiden Seiten böse Überraschungen, wie ein Kettenraucher in einem Nichtraucherauto, erspart.

Das Mit-Reisen ist ideal für Menschen, die deutlich billiger ans Ziel kommen wollen und dabei zeitlich flexibel, kommunikativ und mit begrenztem Gepäck unterwegs sind. Aber auch dauerhafte Vereinbarungen, zum Beispiel für Pendler, sind eine schlaue Alternative zum verschwenderischen Ein-Mensch-ein-Auto-Prinzip.

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