La Palma – die Grüne der Kanaren

Mit 700 Quadratkilometern ist La Palma etwa so groß wie Berlin, natürlich gibt’s bei geschätzten 80.000 Einwohnern ein paar Menschen und Häuser weniger, dafür fantastisch abwechslungsreiche Natur, dessen herausragendstes Element im wahrsten Sinn des Wortes der Caldera de Taburiente ist, der durch den Einsturz des Vulkans entstand, der ursprünglich einmal 3.500 Meter über dem Meeresspiegel herausragte. Die 4000 Meter vom Meeresboden eingerechnet, ergab das also einen stolzen 7500 Meter hohen Berg vulkanischen Ursprungs.

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Heute ist der Vulkankessel an der Stelle des Roques de los Muchachos mit 2421 Metern die höchste Stelle der Insel. Man hat von dort einen atemberaubenden Blick in den Caldera. Man sollte sich allerdings etwas Warmes zum Anziehen mitnehmen, da es doch kälter und auch teilweise sehr windig werden kann. Nahe dem Gipfel befinden sich diverse europäische Observatorien, die an einigen wenigen Tagen im Jahr sogar ihre Pforten zur Besichtigung öffnen. Vielleicht haben Sie da ja gerade Glück. Die Existenz dieser Observatorien ist auch der Grund, warum man auf guten Straßen fast bis zum höchsten Punkt der Insel kommt. Also etwas für echt Fußfaule.

Insel der Vulkane

Der Caldera ist etwa 9 km im Durchmesser groß, 28 km im Umfang. Das ganze Gebiet ist heute ein Nationalpark, der in ein oder mehrtägigen Touren erwandert werden kann. Wer´s bequem mit ein bisschen Herausforderung liebt, kann auch mit dem Auto von Los Llanos weitgehend hoch zum Pico Benjados fahren, von dort sind es dann noch 2 Stunden zu Fuß zur Spitze des Berges, von wo aus man ebenfalls einen tollen Blick in den Caldera hat.

Die vulkanische Aktivität ist weg vom „Caldera de Taburiente“ nach und nach Richtung Süden gewandert, wo es bis in die heutigen Tage hinein immer wieder zu Ausbrüchen kommt, zuletzt 1971 am „Volcan Teneguia“.

Prima Klima

Grob eingeteilt gibt es 5 Klimazonen auf La Palma: Im Süden sonnig und trocken, im Westen sonnig und grün, trotz der wenigen Niederschläge. Das wird durch ein einzigartiges Bewässerungssystem ermöglicht, welches das Wasser von den Vulkanhängen, durch Felswände hindurch, teilweise über 10 km zu den agraisch genutzten Gebieten befördert oder in die Wohngebiete. Im Norden ist es subtropisch warm und eher feucht, im Osten ist es meist wolkig durch die aufsteigende Feuchtigkeit ozeanischer Winde. Dazu gibt es einen kleinen Regenwald-Canyon Los Tilos, der Lorbeerwald, ein Biosphärenreservat der Unesco, mit tollen Wandermöglichkeiten.

Allgemein ist auf der Insel Reiten oder auch sportliches Radfahren angesagt, selbst organisiert oder auch als angebotene Tour. Aber Leute: Das Geländeprofil ist echt anstrengend und nur für Fitte geeignet. Es gibt aber auch die Möglichkeit sich auf Höhe bringen zu lassen und dann gemütliche Abfahrten Richtung dem abfallenden Süden hin zu unternehmen.

Zweiter Teil des Reiseberichts

Reisetipp vom Autor Wolfgang Schubert

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