Kostenfalle Krankenrücktransport

Rettungsliege - ilona brigitta martin / pixelio.de

Rettungsliege – ilona brigitta martin / Pixelio.de

Was als Reiseschnäppchen gebucht war, endet jährlich für einige Tausend Deutsche in einem finanziellen Desaster: Der Krankenrücktransport schwer erkrankter oder verletzter Urlauber kann sich schnell auf mehrere Zehntausend Euro summieren. Wer keine private Versicherung abgeschlossen hat, muss diese immensen Kosten selbst tragen. Dabei hätte der Versicherungsschutz oft weniger als 20 Euro gekostet.

Schuld an der unzureichenden Versicherung vieler Auslandsurlauber ist häufig eine mangelhafte Information. Zwar ist es richtig, dass innerhalb der Europäischen Union eine Basis-Gesundheitsversorgung auch während des Urlaubs garantiert ist. Dazu zählen aber weder private Arztleistungen noch der besonders kostenintensive Krankenrücktransport. Richtig teuer kann es außerhalb Europas werden, wo zum einen das „Sozialversicherungsabkommen“ nicht greift und zum anderen der Rücktransport über eine sehr lange Flugstrecke erfolgen muss.

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Was ist so teuer am Krankenrücktransport?

In der Regel ist ein Flugzeug das einzig sinnvolle Verkehrsmittel für einen Patienten, der weit jenseits der deutschen Grenzen erkrankt ist. Nur auf dem Luftweg kann der Urlauber schnell und schonend nach Hause gebracht werden. Die üblichen Linienmaschinen sind aber für einen solchen Transport meist ungeeignet, sodass eigens ein teures Sonderflugzeug gechartert werden muss.

Viele Patienten müssen liegend transportiert werden und brauchen weitere Hilfsmaßnahmen, zum Beispiel Sauerstoffversorgung und intensivmedizinische Überwachung. Neben den reinen Flugkosten schlägt auch das ärztliche und pflegerische Begleitpersonal finanziell zu Buche.

Besonders teuer sind Rücktransporte aus „Übersee“. Kranke und Verletzte aus Amerika, Südostasien oder Australien zurückzuholen, kann weit über 50.000 Euro kosten. Aber auch ein Transport aus der Türkei – einem vergleichsweise nahen und sehr beliebten Reiseziel – kann in einem ungünstigen Fall mit 40.000 Euro zu Buche schlagen.

Der Ausweg aus der Kostenfalle

Da der übliche Krankenrücktransport extrem teuer ist, hilft nur ein ausreichender Versicherungsschutz, beispielsweise im Rahmen der von Stiftung Warentest mit „gut“ getesteten Auslandsreisekrankenversicherung der „Europ Assistance“.

Der Verbraucher sollte vor einem Vertragsabschluss darauf achten, bei welcher Indikation die Versicherung tatsächlich einspringt – ob also ein Rücktransport tatsächlich zwingend notwendig sein muss, oder ob auch der subjektive Wunsch des Patienten nach einer heimatlichen Behandlung Berücksichtigung findet.

Neben dem Krankenrücktransport tritt die Auslandskrankenversicherung auch in zahlreichen Fällen ein, in denen der gesetzliche Mindestschutz Deckungslücken aufweist. Das gilt auch für den Aufenthalt in Privatkliniken sowie für medizinisch notwendige Zahnbehandlungen im Auslandsurlaub. Familien profitieren bei der Wahl des passenden Versicherungspakets von besonders vergünstigten Tarifen.

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