Wo ist der Urlaub am billigsten?

Kaufkraft im Urlaub - © StephanF / Pixelio.de

Kaufkraft im Urlaub – © StephanF / Pixelio.de

Wer nicht gerade „All Inclusive“ verreist, sollte auch auf die Ausgaben im Reiseland achten. Und die hängen nicht nur von den persönlichen Gewohnheiten ab, sondern auch von der Kaufkraft des Euro. Ist die Kaufkraft niedrig, wie in einigen nordeuropäischen Staaten, hinterlassen Shoppen und Ausgehen schnell Löcher in der Urlaubskasse. Sehr günstig lebt (und urlaubt) es sich in Osteuropa, wie eine OECD-Statistik zeigt.

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In Polen und Ungarn sparen

Die Statistik ist auf die allgemeinen Lebenshaltungskosten ausgelegt, nicht im Speziellen auf Reiseprodukte. Dennoch dürfte die Aussagetendenz auch für Urlauber sehr aufschlussreich sein. Demnach lohnen sich besonders Reisen nach Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei. Im südlichen Europa ist die Türkei fast unschlagbar günstig. Auch Kroatien und Rumänien, die in der Statistik nicht aufgeführt sind, dürften sich auf einem vergleichbaren Preisniveau bewegen.

In Polen ist ein Euro satte 40 Prozent mehr wert als in Deutschland. Je nach Produkt kann der reale Preisunterschied sogar noch deutlicher ausfallen: Die Kaufkraft ist nur ein Durchschnittswert, der viele verschiedene Waren und Dienstleistungen beinhaltet. Zudem ist es in Ferienzentren und Großstädten meist teurer als in ländlichen Regionen.

Deutschland ist günstig

Wie in der Tabelle abzulesen ist, muss der Urlauber in vielen europäischen Ländern tiefer in die Tasche greifen als in Deutschland. Besonders teuer wird es in Nordeuropa, vor allem in Schweden und Finnland. Während in früheren Jahren auch Frankreich und Italien wesentlich teurer waren, hat sich das dortige Niveau fast den deutschen Preisen angeglichen.

Übrigens: Je nach Reiseart unterschiedlich, entfällt nur gut die Hälfte der typischen Urlaubskosten auf Anreise und Unterkunft plus Verpflegung. Die restlichen Ausgaben entstehen am Urlaubsort, zum Beispiel für Einkäufe, Besichtigungen und Gastronomie. Bei diesen Posten kommen die beschriebenen Kaufkraft-Unterschiede voll zum tragen.

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