Das Hotel: Kategorien und Sterne

Hotelsterne

Zwei-Sterne-Hotel in Frankreich – eigenes Foto

Die offizielle Kategorie eines Hotels (bzw. seine verliehenen Sterne) ist ein guter Hinweis auf den gebotenen Standard. Allerdings sollten Sie sich nicht blind darauf verlassen. Denn die Sterne sagen nur etwas über die Ausstattung, nicht über den allgemeinen Zustand. Außerdem unterscheiden sich die Maßstäbe von Land zu Land.

Deutsche Kategorien

Hierzulande ist für die Sterne-Vergabe der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband zuständig. Über 8000 Hotels lassen sich in fünf Kategorien klassifizieren. Rund 90 Prozent von ihnen tragen 3 oder mehr Sterne. Klicken Sie hier, um die wichtigsten der 270 Kriterien auf einen Blick zu sehen.

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Aber wie bereits angedeutet: Die Kategorien sagen nichts darüber aus, ob die Zimmer sauber, die Flure frisch gestrichen, das Essen schmackhaft und das Personal freundlich ist. In einem gut geführten 2-Sterne-Hotel fühlt sich mancher Gast wohler als in einer Unterkunft, die sich auf ihren 4 Sternen ausruht – vom erheblichen Preisunterschied ganz abgesehen.

Außerdem sind die Sterne nicht gesetzlich geschützt. Grundsätzlich kann ein Hotelier sich selbst 5 Sterne verleihen. Daher sollte der Gast möglichst darauf achten, ob die Sterne tatsächlich vom DEHOGA verliehen worden.

Hotels im Ausland

Im Jahr 2010 haben die Hotelverbände von Deutschland, Niederlanden, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und Ungarn eine Harmonisierung ihrer Bewertungsmaßstäbe vorgenommen. Hotels dieser Länder lassen sich also im Großen und Ganzen anhand ihrer Sterne miteinander vergleichen. Anders ist die Situation in Südeuropa.

Mit Ausnahme Spaniens und Portugals werden Hotelsterne in Südeuropa großzügiger verteilt als in Deutschland. Ein 4-Sterne-Haus in Italien, Griechenland oder der Türkei hätte bei uns meist nur 3 Sterne bekommen. Ziehen Sie bei Ihrer Online- oder Katalogbuchung im Geiste einfach einen Stern ab, um das wahre Niveau Ihrer Unterkunft abzuschätzen. Griechenland klassifiziert seine Hotels übrigens von A (Luxusklasse) bis E.

Die Standards in Frankreich, Spanien und Großbritannien sind im Groben der deutschen Vergabepraxis vergleichbar. Hier müssen Sie keine Abzüge vornehmen.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländersystemen liegen aber nicht nur im Gesamtniveau, sondern in unzähligen Details. Unser Tipp: Die Hotel-Kategorien ermöglichen Ihnen eine gute erste Orientierung, darüber hinaus sollten Sie aber die Hotel- und Zimmerbeschreibung genau durchlesen.

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