Günstige Autoreparatur: Es muss nicht immer Markenwerkstatt sein

Mechaniker beim Check – Foto: Contorion

Wenn der Kostenvoranschlag von der Werkstatt kommt, sitzt der Schock oft tief: Ob Bremse, Zahnriemen oder Kupplung, sind schnell etliche Hundert Euro fällig. Wer nach kostengünstigen Alternativen sucht, muss entweder selbst Hand anlegen oder eine besonders preisgünstige Werkstatt finden. Beides ist unter Umständen nicht einfach.

Marken- oder freie Werkstatt?

Vor allem für ältere Automobile liegt es nahe, auf den tendenziell teuren Markenservice zu verzichten und zu einer freien Autowerkstatt zu wechseln. Der Werkzeug-Onlineshop Contorion.de hat einige wichtige Kriterien herausgearbeitet, in welchen Fällen eine freie, also an keinen Hersteller gebundene, Werkstatt sinnvoller erscheint. Diese Übersicht öffnet sich, wenn Sie auf das kleine Vorschaubild unter diesem Absatz klicken.

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Die richtige Werkstatt – © Contorion

Zusammengefasst besagt die Übersicht, dass zunächst meist die Markenwerkstatt die bessere Wahl ist. Über den Daumen gepeilt fünf Jahre lang profitieren viele Autofahrer von Garantie- und Kulanzleistungen und sollten das besondere Know-how dieser Betriebe nutzen. Danach erscheint der Wechsel zu einer freien Werkstatt angebracht, da diese meist günstiger arbeitet und oft sogar bereit ist Ersatzteile einzubauen, die der Autobesitzer billig in Onlineshops gekauft hat.

Selbst ist der Mann

Noch preiswerter als bei einer freien Werkstatt wird es nur mit Eigenleistung. Wer ausreichend Geschick, Geduld, Fachkenntnis und das geeignete Werkzeug mitbringt, kann auch bei modernen Automobilen (fast) alle Reparaturen eigenhändig durchführen. Wer sich allerdings bei den Kriterien Fachkenntnis und Werkzeug nicht optimal gerüstet fühlt, kann gegen eine moderate Nutzungsgebühr bei einer sogenannten Selbsthilfewerkstatt Unterstützung finden. Derartige Werkstätten, die beispielsweise über Hebebühnen verfügen und von einem Kfz-Meister betreut werden, werden seit Jahren immer beliebter.

Ob Autobesitzer tatsächlich alles selbst reparieren sollten, was technisch möglich ist, darüber gehen die Expertenmeinungen je nach professioneller Perspektive auseinander. Automobilclubs und Versicherungen warnen in der Regel vor sicherheitsrelevanten Reparaturen, beispielsweise an der Bremsanlage. Kann nach einem Unfall ein Versagen unfachmännisch erneuerter Bremsen nachgewiesen werden, droht unmittelbar der Verlust des Versicherungsschutzes.

Hobby Autobasteln

Für manche stolze Autobesitzer ist das Sparargument nur zweitrangig. Vielmehr begreifen sie das Auto als ihr persönliches Projekt und jede Reparatur als Herausforderung, die auch die Anschaffung eines teuren, selten gebrauchten Spezialwerkzeugs rechtfertigt. Das Auto soll mehr sein als ein Gebrauchsgegenstand – es soll Spaß machen und möglichst keine Werkstatt von innen erleben.

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