Getriebeschaden erkennen und beheben

Gangschaltung

Manuelle Gangschaltung – eigenes Foto

Bei Getriebeschäden geht es nicht um Peanuts: Wenn dieses Autoteil vollständig versagt, kann dies mehrere Tausend Euro kosten – unter Umständen mehr als der Restwert des Automobils. Deutlich billiger als der Total-Austausch, den Vertragswerkstätten gerne anbieten, ist allerdings eine fachmännische Reparatur des Getriebes.

Vieles hängt davon ab, wie weit die Schäden bereits fortgeschritten sind. Daher sollte man beim ersten Verdacht auf einen Getriebeschaden keinesfalls weiterfahren. Typische Warnsignale sind:

  • Unter dem Auto tropft Öl. Stammt der Fleck nicht vom Motoröl, dann kommt er wahrscheinlich von einer undichten Stelle im Getriebe. Wer jetzt reagiert, kann womöglich das Schlimmste verhindern.
  • Lassen sich die Gänge nur noch hakelig schalten oder bleibt das Getriebe trotz eingelegtem Gang im Leerlauf, kann das auf einen Kupplungsschaden hindeuten – aber auch auf ein versagendes Getriebe.
  • Klackernde oder klappernde Geräusche können beim Auto zahlreiche Ursachen haben. Ein Getriebeschaden ist hier nur der „worst case“.
  • Auch eine ungleichmäßige, ruckelige Fahrt kann ihre Ursache im Getriebe haben.

Die passende Werkstatt finden

Am günstigen ist die Getriebe-Reparatur bei freien Werkstätten, die sich auf dieses Bauteil spezialisiert haben. Da die Werkstätten oft stark ausgelastet sind, drohen eventuell mehrwöchige Wartezeiten. Um Kosten UND Wartezeit zu minimieren, helfen Werkstattportale im Internet. So sind beim Anbieter Caroobi mehr als 750 Fachwerkstätten zusammengeschlossen und lassen sich online abfragen.

Der Verbraucher sollte sich auf jeden Fall nur seriösen Meisterbetrieben anvertrauen, die für die gesetzliche vorgeschriebene 2-Jahres-Garantie einstehen. Gerade bei der kostenintensiven Getriebereparatur ist Qualitätssicherung oberstes Gebot.

Getriebeschäden verhindern

Aber was kann der Autofahrer tun, um Getriebeschäden von vornherein zu vermeiden?

Wichtig ist insbesondere, das Getriebeöl im Blick zu behalten. Viele Ölhersteller gehen von einer Lebensdauer von fünf bis acht Jahren aus. Danach sollte das Öl, von dem sich rund 10 Liter im Getriebe befinden, gewechselt werden, damit es seiner wichtigen Schmierfunktion in vollem Umfang nachkommen kann. Das entspricht einer Laufzeit von mindestens 50000 Kilometern – in der Regel deutlich mehr. Etwa einmal in einem Autoleben ist ein Getriebeöl-Wechsel sinnvoll und notwendig. Wer sein Auto regelmäßig zur Inspektion bzw. Wartung vorstellt, darf davon ausgehen, dass er den Wechseltermin nicht verpasst und dass auch die Dichtigkeit des Getriebes überprüft wird.

Gleichmaßen wichtig ist eine getriebeschonende Fahrweise. Dies bedeutet: sauber ein- und auskuppeln, nicht unnötig auf dem Kupplungspedal stehen, nicht am Schaltknüppel herumspielen, rechtzeitig schalten und extreme Berg- und Anhängerfahrten vermeiden.

Wogegen kein Autofahrer gefeit ist, sind Materialfehler und Verschleiß. Hier bleibt nur die Hoffnung auf eine Werkstatt, die preisgünstige und sachgerechte Lösungen findet.

Werbung: