Das müssen Fahranfänger bei Versicherung und Co. beachten

Null Promille für Fahranfänger - © Viktor Mildenberger  / pixelio.de

Null Promille für Fahranfänger – © Viktor Mildenberger / Pixelio.de

Fahranfänger sind ein Sicherheitsrisiko – jedenfalls rein statistisch. Und da das so ist, müssen junge Fahrer fast überall in Europa besondere Auflagen befolgen und bei der Autoversicherung draufzahlen. Wenigstens bei der Versicherung gibt aber Sparmöglichkeiten. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Versicherungsprozente sparen

Aller Anfang ist teuer. Grundsätzlich muss jeder Fahranfänger bei der Kfz-Versicherung 240 Prozent der „normalen“ Versicherungsprämie bezahlen. Deutlich günstiger wird es allerdings, wenn Familienmitglieder bereits bei demselben Anbieter versichert sind. Weit verbreitet sind Zweitwagen- und Eltern-Kind-Regelungen, bei denen Fahranfänger beispielsweise in der Schadenfreiheitsklasse 1/2 einsteigen und so bis zur Hälfte des Beitrags sparen können.

Sehr attraktiv ist das Modell „Young & Drive“ der AMV (AachenMünchener Versicherung). Dabei dürfen junge Fahrer die Autos der nahen Familienangehörigen ohne Aufpreis mit nutzen.

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Gesonderte Verkehrsregeln

Viele europäische Länder haben für Fahranfänger und für die Probezeit eigene, strengere Verkehrsregeln festgelegt. Das gilt insbesondere für die maximal zulässige Geschwindigkeit und die Promillegrenze. In Deutschland gilt in der Probezeit sowie bis zu einem Alter von 21 Jahren ein absolutes Alkoholverbot. Auch Italien, Kroatien und einige andere Staaten fordern völlige Abstinenz am Steuer. Frankreich und Italien bremst Fahranfänger darüber hinaus durch außerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen aus.

Nicht nur die Verkehrsregeln sind strenger, auch die potenziellen Strafen und Bußgelder sind drastischer. Schon bei vergleichsweise geringen Verfehlungen droht eine Verlängerung der Probezeit oder gar ein zeitweiser Führerscheinentzug.

Einschränkungen bei Mietwagen

Vor allem Autoverleiher zeigen sich skeptisch, wenn sie ihre Wagen an junge Fahrer herausgeben sollen. In Spanien fordern die Verleiher in der Regel ein Mindestalter von 21 Jahren. Ältere Fahrer unter 25 Jahren müssen mit Zusatzgebühren, also einer Art Risikoaufschlag, rechnen. In den USA sind die Regeln sogar noch strenger. Wer unter 25 ist, bekommt nur mit „Glück“ einen Mietwagenschlüssel in die Hand.

Die Beschränkungen zu umgehen, ist kaum möglich und zieht den Verlust des Versicherungsschutzes nach sich. Da hilft nur, eine ältere Person mit auf die Reise zu nehmen, die das Auto steuern darf.

Einfach aussitzen?

Manche Führerscheinneulinge haben sich eine scheinbar pfiffige Taktik zurechtgelegt: Sie setzen sich während der Probezeit eher selten ans Steuer, um im Anschluss richtig Gas geben zu kennen. Damit riskieren sie allerdings, die Phase mangelnder Fahrpraxis und erhöhter Unfallgefahr unnötig zu verlängern.

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