Berlin – die deutsche Reisehauptstadt

Berliner AVUS von oben – Uwe Wattenberg / pixelio.de

„Ich steh‘ auf Berlin!“ sang die Popgruppe Ideal 1980 und trifft damit noch heute den Nerv vieler Hauptstadtbesucher. Mehr als 12 Millionen Gäste (mit über 30 Millionen Übernachtungen) bummeln jährlich zwischen Ku’damm und Alex, Havel und Museumsinsel, Grunewald und Prenzlauer Berg. Während Amerikaner und Japaner gerne mit dem Flugzeug einschweben, ist Berlin weiterhin ein beliebtes Autoreiseziel – im Fadenkreuz ostdeutscher Autobahnen.

Mit dem Auto nach Berlin

Rund drei Stunden dauert die Fahrt auf der A24 von Hamburg oder auf der dreispurigen A2 von Hannover. In etwa zwei Stunden verbindet die A13 Berlin mit Dresden. Die 200 Kilometer lange Ringautobahn A10 verteilt die Verkehrsströme weiträumig und in sicherer Distanz zur City. Soweit die Theorie.

In der Praxis kann eine Autoreise nach Berlin durchaus zur Geduldsprobe werden. Besonders kritisch sind oft die letzten Kilometer. Etwa dort, wo bis in die 1980er-Jahre DDR-Zöllner die Nerven der Transitreisenden strapazierten, beginnt sich heute der Berliner Stadtverkehr zu ballen. Auf der AVUS, einer früheren Autorennstrecke, schieben sich die Autokolonnen statt mit Tempo 230 nur noch sehr gemächlich voran.

Alternative ÖPNV?

Also bloß nicht mit dem Auto nach Berlin? Besser mit dem schnellen ICE anreisen? So pauschal lässt sich das nicht behaupten. Berlin ist groß und seine öffentlichen Verkehrssysteme sind durchaus komplex und zeitraubend. Wer sich in dem Geflecht von Bahn, Bus und Tram bewegt, kommt zwar überall hin, ist aber häufig mehr als eine Stunde unterwegs – und würde sich manchmal über ein Auto freuen.

Unser Tipp: Ein eigenes Automobil ist nützlich, wenn man ein gutes Navi besitzt, für „kreatives“ Einparken aufgeschlossen ist und nicht ausgerechnet in der Rush Hour von A nach B strebt. Auch Wochenenden und Großveranstaltungen (die in Berlin nicht gerade selten sind) gilt es zu meiden. Praktisch für ÖPNV-Nutzer ist die Berlin Welcome-Card. Im Angebot sind verschiedene Varianten von einem bis sechs Tagen Gültigkeit. Wer sich in der Hauptstadt viel ansehen will, spart mit den Rabatten auf Museumsbesuche und andere Attraktionen.

Übernachten in Berlin

Als Weltstadt schläft Berlin tatsächlich nie. Für seine schlafbedürftigen Besucher hält die Stadt selbstverständlich zahllose Übernachtungsmöglichkeiten bereit. Wer Geld sparen möchte und sich jung fühlt, ist in einem Hostel oder beim „Couchsurfing“ gut untergebracht. Selbst in sehr populären und dicht besiedelten Stadtteilen finden sich vergleichsweise günstige Ferienwohnungen. Dass eine frühe Reservierung notwendig ist, versteht sich von selbst.

Auch bei der klassischen Hotelübernachtung lohnen sich Preis- und Leistungsvergleiche, wie sie der Suchspezialist HotelSpecials.de anbietet (ein Hotelvergleich für Kurzurlaub in Berlin hier). Die Suchergebnisse lassen sich nach Preis, Ausstattung und Bewertung filtern.

Nach oben hin sind dem Berliner Hotel-Luxus kaum Grenzen gesetzt. „Adlon Kempinski“, „Grand Hyatt“ und „Ritz-Carlton“ sind Marken von Weltruf. Besonders spektakulär war der Wiederaufbau des Adlon Kempinski am Brandenburger Tor nach dem Mauerfall.

Entfernungen zu ausgewählten Städten

  • Hamburg – 295 Kilometer
  • Hannover – 285 Kilometer
  • Leipzig – 190 Kilometer
  • Dresden 193 – Kilometer
  • Frankfurt am Main – 551 Kilometer
  • München – 584 Kilometer

(Angaben in Straßenkilometern bis zum ungefähren Stadtmittelpunkt)