Europas Badegewässer sind meist sauber

Kopfsprung ins Wasser - © fritz kadelle / Photocase.de

Gute Wasserqualität: Sprung ins Wasser – © fritz kadelle / Photocase.de

Eine wichtige Nachricht für Badefreunde kommt von der Europäischen Union: Mindestens 93 Prozent aller Küsten-Badegebiete sind so sauber, dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Dies ist dem Badegewässerbericht 2011 zu entnehmen, den die EU im Mai 2012 vorgelegt hat. Im Vergleich zum Vorjahr hat es kaum Veränderungen gegeben. Die ausgesprochen guten deutschen Werte haben sich minimal verschlechtert.

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Gemäß der EU-Richtlinie für Badegewässer werden unter anderem zwei aussagekräftige mikrobiologische Parameter erhoben: Es wird getestet, ob im Wasser zu viele Keime der Bakterienarten Intestinale Enterokokken bzw. Escherichia coli vorhanden sind. Darüber hinaus wird das Wasser auf vielerlei physikalische und chemische Verunreinigungen überprüft, zum Beispiel Mineralöl, Reinigungsmittel und giftige Substanzen.

Spitzenwerte in Deutschland

98,4 Prozent der deutschen Badestrände an Nord- und Ostsee haben von der EU eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bekommen. Gegenüber dem Vorjahreswert ist diese Quote um etwa einen Prozentpunkt gesunken. Leicht verbessert ist dagegen die Qualität der untersuchten deutschen Badeseen und weist nun zu 98,8 Prozent ein positives Testurteil auf.

Küsten: In Benelux Mängel – Griechenland top

Auch die Wasserqualität im europäischen Ausland ist an den meisten Küsten weiterhin tadelsfrei. Dies gilt für große Teile des Mittelmeerraums mit seinen zahlreichen beliebten Stränden. Beinahe vorbildlich sind Griechenland, Zypern, Kroatien und Malta, von deren untersuchten Stränden fast 100 Prozent sauber waren.

Die Strände in Spanien und Frankreich wiesen dagegen nur durchschnittliche Testergebnisse auf. Immerhin genügten 64 spanische Strände nicht den Kriterien. Deutlich verbessert hat sich offenbar die Lage in Italien: Hier waren im Jahr 2011 nur noch 3 Prozent der Strände gesperrt oder mit zu schlechter Wasserqualität. Hinzu kamen allerdings weitere 5 Prozent, die nicht ausreichend überprüft werden konnten.

Bei den Untersuchungen durchgefallen ist ein relativ hoher Anteil niederländischer und dänischer Strände. Und an vielen belgischen, estnischen, lettischen und bulgarischen Stränden sind nur die Mindestnormen erfüllt, aber nicht die höchsten Standards. Verbessert hat sich die Lage dagegen an der polnischen Ostseeküste.

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