![]() Europas Badegewässer sind meist sauberEine wichtige Nachricht für Badefreunde kommt von der Europäischen Union: Gut 92 Prozent aller Küsten-Badegebiete sind so sauber, dass kein Gesundheitsrisiko besteht. Dies ist dem Badegewässerbericht 2010 zu entnehmen, den die EU Mitte Juni 2011 vorgelegt hat. Während die hohe Qualität gegenüber dem Vorjahr EU-weit leicht gesunken ist, sind die deutschen Werte konstant gut. Die EU-Richtlinie für Badegewässer wurde im Jahr 2006 deutlich verschärft und erhebt unter anderem zwei aussagekräftige mikrobiologische Parameter: Es wird getestet, ob im Wasser zu viele Keime der Bakterienarten Intestinale Enterokokken bzw. Escherichia coli vorhanden sind. Darüber hinaus wird das Wasser auf vielerlei physikalische und chemische Verunreinigungen überprüft, zum Beispiel Mineralöl, Reinigungsmittel und giftige Substanzen. Spitzenwerte in Deutschland99,5 Prozent der deutschen Badestrände an Nord- und Ostsee haben von der EU eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bekommen. Gegenüber dem Vorjahreswert ist diese Quote unverändert. Leicht verschlechtert ist dagegen die Qualität der deutschen Badeseen und weist nun zu 97,2 Prozent ein positives Testurteil auf. Küsten: In Polen, Italien und Benelux Mängel - Griechenland topAuch wenn im zurückliegenden Jahr die Wasserqualität im europäischen Ausland nachließ (vier Prozent weniger bedenklose Strände), ist sie an den meisten Küsten weiterhin tadelsfrei. Dies gilt für große Teile des Mittelmeerraums mit seinen zahlreichen beliebten Stränden. Beinahe vorbildlich sind Griechenland, Zypern, Kroatien und Malta, von deren untersuchten Stränden weit über 90 Prozent sauber waren. Ein kleines Fragezeichen bleibt: Vor allem die griechischen Küsten konnten nicht ausreichend getestet werden, um den jüngst verschärften statistischen Anforderungen zu genügen. Die Strände in Spanien und Frankreich wiesen meist durchschnittliche Testergebnisse auf. Deutlich mehr Bedenken sind in Italien angebracht: Hier hatten zwar nur wenige Küstenabschnitte auffällige Testergebnisse vorzuweisen - allerdings waren in Italien während der zurückliegenden Badesaison etliche Strände ganz geschlossen oder konnten nicht ausreichend überprüft werden. Bei den Untersuchungen durchgefallen ist ein relativ hoher Anteil niederländischer, belgischer und polnischer Strände (hier vor allem östlich von Danzig). Weiter verbessert scheint die Lage dagegen an der bulgarischen Schwarzmeerküste. (Foto: © PHOTOCASE) |
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