Autoreise-Kosten in Europa – Maut und Benzin im Vergleich

Mautgebühren - © Tim Reckmann / pixelio.de

Mautgebühren – © Tim Reckmann / Pixelio.de

Das eigene Auto ist und bleibt das günstigste Verkehrsmittel für den Urlaub – jedenfalls auf den mittleren Distanzen innerhalb Europas. Welche Kosten konkret anfallen, ist in jedem zu durchquerenden Land unterschiedlich und hängt vor allem von zwei Parametern ab: den Mautgebühren und den Spritkosten. Hier eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2018.

Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland liegt bei den Reisekosten im Mittelfeld des europäischen Vergleichs. Ein wichtiger Kostenfaktor sind die Verbrauchssteuern, die auf den Benzinpreis aufgeschlagen werden. Dafür war die Benutzung des weit verzweigten Straßennetzes stets gebührenfrei. Dies sollte sich durch die Einführung einer PKW Maut ändern. Für deutsche Autofahrer wäre die Belastung unter dem Strich gleich geblieben, da zugleich die Kfz-Steuer gesenkt werden sollte. Im Jahr 2018 ist allerdings weiterhin unklar, ob diese Mautpläne jemals realisiert werden.

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Die Alpen: Schweiz und Österreich

Auch in der Schweiz ist Autofahren mäßig teuer. Die Spritpreise liegen fast auf deutschem Niveau, hinzu kommen 40 Euro für eine Jahres-Vignette, die das Befahren der Autobahnen erlaubt. In Österreich ist der Sprit etwa ein Viertel günstiger, dafür kostet die Jahresvignette über 80 Euro. Sinnvoller ist für die meisten Besucher die Zweimonatsvignette für gut 25 Euro.

Frankreich

Wer in unserem westlichen Nachbarland tankt, kann leider kaum etwas sparen (einen Überblick über die internationalen Benzinpreise gibt es hier). Eine Vignette wird in Frankreich nicht angeboten, dafür wird direkt an der Autobahn abkassiert. Mindestens sieben Cent sind pro gefahrenem Kilometer fällig. Da Frankreich ein Flächenland ist, kann für Autourlauber auf diesem Weg ein mittlerer zweistelliger Betrag zusammenkommen.

Benelux-Staaten

Während belgischer Sprit preislich unter dem Niveau der Nachbarn Deutschland und Frankreich liegt, werden in den Niederlanden teilweise mehr als 1,50 Euro pro Liter Superbenzin fällig. Dafür sind Gebühren zur Straßenbenutzung in Benelux unbekannt. Ein Spartipp: Wer es auf seiner Fahrtroute einrichten kann, sollte im vergleichsweise günstigen Luxemburg tanken.

Italien

An italienischen Zapfsäulen haben Autofahrer nichts zu lachen. Wie in den Niederlanden werden hier rund 1,60 Euro pro Liter fällig. Diesel ist etwas günstiger. Hinzu kommen streckenabhängige Mautgebühren auf den Autobahnen. Dies kann sich gerade auf dem Weg nach Mittel- und Süditalien schnell zu erheblichen Summen addieren.

Spanien

Die spanischen Autobahnen schließen an das französische Straßennetz an – leider auch preislich. Die Autobahnen im sonnigen Süden kosten ca. acht Cent pro Kilometer – häufig sogar mehr. Besonders die Küstenautobahn am Mittelmeer ist eine wichtige Verkehrsader, zu der es für die meisten Urlauber keine ernsthafte Alternative gibt. Im Gegenzug zu den hohen Mautgebühren kommt der Autourlauber beim Tanken günstiger weg als in Frankreich und Deutschland.

Slowenien und Kroatien

In den Urlaubsgebieten der östlichen Adria haben die Spritpreise mitteleuropäisches Niveau erreicht. Während in Kroatien die Autobahnstrecken entfernungsabhängig mit eher moderaten Gebühren abrechnet werden, verlangt das kleine Land Slowenien für eine Einmonats-Vignette immerhin 30 Euro.

Skandinavien

Mit wenigen Ausnahmen (z.B. dänische Großbrücken) ist die Benutzung von Schnellstraßen und Autobahnen in Skandinavien kostenfrei. Recht unterschiedlich sind die Benzinkosten. Das schwedische Benzin kostet noch mehr als das deutsche – Dänemark und Finnland sind minimal billiger. Norwegen ist mit Preisen von über 1,70 Euro pro Liter Super dagegen rekordverdächtig teuer. Je nach Anreiseroute lohnt es sich daher in Dänemark vollzutanken.

Fazit

Trotz vergleichsweise hoher Spritkosten fahren Autourlauber im beinahe mautfreien Skandinavien recht günstig. Verhältnismäßig teuer sind dagegen Spanien, Italien und Slowenien (Stand 2018).

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