Mit der Autofähre nach London

Autofähre von DFDS Seaways - © Guenter Hamich / pixelio.de

Autofähre von DFDS Seaways – © Guenter Hamich / Pixelio.de

Ganze 34 Kilometer trennen den europäischen Kontinent von der Insel Großbritannien. Für die Kanalschwimmer, die sich gelegentlich an der Strecke versuchen, sind das Welten. Englandurlauber und London-Besucher wählen da komfortablere Wege. Viele kommen mit dem Flugzeug oder durch den Eurotunnel. Der Königsweg ist aber die Anreise per Autofähre.

Viele Routen führen nach London

Die Anreiseplanung mit der Autofähre eröffnet mehr Optionen als manchem Urlauber lieb ist. Wer Preis und Reisedauer optimieren möchte, kann sich intensiv mit den unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten auseinandersetzen – oder einfach einem etablierten Anbieter wie DFDS Seaways vertrauen.

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Die dänische Reederei bedient unter anderem die klassischen Routen von den französischen Fährhäfen Calais bzw. Dünkirchen (Dunkerque) nach Dover. Die Vorteile dieser Routen sind eine preisgünstige und relativ kurze Überfahrt: In zwei Fährstunden haben Seekrankheit und Langeweile an Deck einfach keine Chance. Der Nachteil sämtlicher Fähren ist eine vergleichsweise lange Fahrstrecke mit dem Auto. In der Regel führt die Anfahrt mehrere Hundert Kilometer durch Deutschland und die Benelux-Staaten. Von Dover bis ins Zentrum von London folgen weitere 120 Straßenkilometer (77 englische Meilen).

Wer Spaß an einer längeren Seefahrt hat und/oder das Autofahren ein wenig abkürzen möchte, profitiert aus Norddeutschland kommend von der Alternative Hoek van Holland nach Harwich (Dauer etwa vier Stunden). Dagegen liegen die Fährziele Hull oder Newcastle zu weit nördlich in England, wenn man London nicht aus den Augen verlieren möchte. Von Deutschland wird keine regelmäßige Autofähre angeboten (Stand Ende 2017). Die frühere Verbindung zwischen Hamburg und Harwich wurde eingestellt.

Die Alternativen Eurotunnel und Flug

Etwas schneller – aber meist deutlich teurer – ist die Anfahrt durch den sogenannten Eurotunnel. Seit 1994 verbindet dieser Tunnel die Stadt Calais mit dem englischen Folkestone. Er verläuft fast parallel zur Fährstrecke Calais – Dover. Allerdings darf der Englandbesucher sein Auto nicht selbst steuern, sondern muss es auf einen Autozug verladen. Daher kommen zur reinen Fahrzeit noch Verladezeiten. Die verbleibende Zeitersparnis gegenüber der Autofähre beträgt etwa eine Stunde. Hier muss der Autofahrer selbst entscheiden, wie viel Mehrkosten dies wert ist.

Die Preise für London-Flüge lassen sich kaum pauschalisieren. Gewählte Fluggesellschaft, Komfort, Buchungs- und Reisetermin führen zu höchst unterschiedlichen Fluggebühren. Da die englische Hauptstadt ein sehr wichtiges Reiseziel darstellt, sind die Flugverbindungen zu vielen deutschen Städten recht zahlreich. Die größten Flughäfen Londons sind Heathrow, Gatwick und Stansted. Der Nachteil, der sie allesamt verbindet, ist ihre Lage weit außerhalb der City. Wenn der Urlauber Pech hat, dauert die Fahrt zwischen Flughafen und City fast ebenso lange wie der Flug (und ist kaum günstiger als dieser).

Fazit: Trotz Eurotunnel und dichtem Netz an Flugverbindungen ist die Autofähre in vielen Fällen der beste, schnellste und billigste Weg nach London.

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